Der immer wieder gestoppte Öltransport durch die Straße von Hormuz sorgt derzeit für ordentlich Wirbel. Kerosin wird knapp und dadurch teurer.
Die Fluglinien schlagen die gestiegenen Kosten auf die Reiseveranstalter drauf – und die geben sie weiter an die Kunden. Immer mehr Urlauber sind deswegen verunsichert. Laut ORF fragen viele nach, wie sich die Situation auf ihre gebuchten Reisen auswirkt.
Brigitte Walch von Gruber Reisen Weiz erzählt, dass die meisten Kunden zwar Verständnis zeigen, aber natürlich merken, dass die Erhöhung beim Treibstoff die Reisepreise beeinflussen kann.
Rechtlich dürfen Pauschalreisen teurer werden, solange bestimmte Bedingungen erfüllt sind.
Die Blockade der Straße von Hormuz macht Kerosin teurer – und damit auch die Pauschalreisen. Preiserhöhungen im Nachhinein sind grundsätzlich erlaubt, sie sind aber gedeckelt. Konsumentenschützer erklären, welche Rechte du als Reisender hast.
Maximilian Schlögl vom Fachverband Reisebüros in der Wirtschaftskammer sagt dazu: "Der Reiseveranstalter muss den Kunden beim Buchungsabschluss darüber aufklären, dass Preisanpassungen möglich sind, zugleich aber auch über mögliche Senkungen informieren. Die Erhöhungen sind bei acht Prozent des gesamten Pauschalreisepreises gedeckelt."
Die tatsächliche Anpassung hängt vom Gesamtpreis ab. Bei einem Pauschalpreis von 1.000 Euro wären das zum Beispiel maximal 80 Euro Aufschlag. In der Praxis wird diese Grenze aber nicht immer voll ausgeschöpft.
Auch die Arbeiterkammer bestätigt: Preiserhöhungen sind erlaubt, aber nur, wenn sie spätestens 20 Tage vor Reiseantritt bekanntgegeben werden. Birgit Auner von der Arbeiterkammer stellt klar: "Wenn sich der Preis um mehr als acht Prozent ändert, muss ich das nicht annehmen. Ich kann den neuen Preis ablehnen und eine Rückerstattung des bereits gezahlten Preises fordern."
Wer aktuell einen Linienflug gebucht hat, muss sich keine Sorgen machen – diese Tickets sind von den nachträglichen Preiserhöhungen ausgenommen.
Die Reisebranche hofft, dass der Konflikt im Iran bald beigelegt wird. Bis dahin musst du aber damit rechnen, dass die Preise für Flüge weiter steigen, weil das Kerosin knapp bleibt.