Mundgesundheit

Studie warnt: Diese Krankheit holst du dir beim Küssen

Viele wissen es nicht: Karies ist ansteckend. Die Bakterien, die Löcher in den Zähnen verursachen, können sogar beim Küssen übertragen werden.
Heute Life
10.11.2025, 20:19
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Die meisten von uns erinnern sich noch an ihren ersten Kuss. An das Kribbeln im Bauch und die Herzerl in den Augen. Tatsächlich löst Küssen eine Reihe an biochemischen Prozessen im Körper aus, wie Studien der Philematologie, der sogenannten Kussforschung, bestätigen. Aber nicht nur das. In einem Kuss stecken viele Informationen, die wir zwar nicht alle bewusst wahrnehmen, die uns aber in unserer Partnerwahl entscheidend beeinflussen. Kussforscher messen dem Küssen sogar mehr Bedeutung für eine Beziehung bei als Sex, da es intimer ist.

Wieso küssen gesund ist

  • Küssen macht glücklich
  • Küssen beeinflusst unser Immunsystem
  • Küssen ist Muskeltraining
  • Küssen ist Fitnesstraining
  • Küssen reduziert allergische Reaktionen

Wie Karies entsteht

Eine Studie der Universität Amsterdam (2014) zeigte, dass beim Küssen rund 80 Millionen Bakterien ausgetauscht werden – unter anderem Karies. Neuere Studien deuten darauf hin, dass Karies ebenfalls eine ansteckende Krankheit ist, die von Mensch zu Mensch übertragen werden kann. Karies entsteht durch bestimmte Bakterien, vor allem Streptococcus mutans und Lactobacillus. Diese Mikroorganismen wandeln Zucker in Säuren um, die den Zahnschmelz angreifen – und genau diese Bakterien können über den Speichel weitergegeben werden. Beim Küssen, gemeinsamen Besteck, Trinken aus derselben Flasche oder Abschlecken des Baby-Löffels können die Erreger von einer Person zur anderen wandern.

Doch die Bakterien allein reichen nicht aus. Der zweite absolut notwendige Faktor für Karies ist der häufige Verzehr sogenannter fermentierbarer Kohlenhydrate. Dazu gehören Saccharose, Glukose, Fruktose, Maissirup mit hohem Fruktosegehalt und auch Brot. Die Bakterien ernähren sich von den Kohlenhydraten, die wir ihnen unbewusst zuführen, und produzieren dabei Säure. Diese Säure löst das Kalziumphosphat in unseren Zähnen auf und führt zu Karies.

Kein Kariesurteil – Vorbeugung entscheidend

ABER: Küssen verursacht nicht direkt Karies. Selbst wenn dein Partner einige dieser Bakterien auf dich überträgt, können musst du nicht zwingend Karies bekommen. Vorbeugung ist entscheidend, aka regelmäßige Mundhygiene.
Wessen Partner also ein Problem mit Karies hat, sollte auch selbst vermehrt auf die eigene Zahnhygiene achten.

Karies richtig vorbeugen:

  • Gute Mundhygiene: Zweimal täglich putzen, Zahnseide, Mundspülung
  • Regelmäßige Zahnarztbesuche – auch, wenn du keine Beschwerden hast
  • Zuckerarme Ernährung, um die Bakterien "auszuhungern"

Zuckerl oder Kaugummi reduzieren Bakterienlast

Viele Menschen nehmen vor einem Kuss ein zuckerfreies Pfefferminzzuckerl oder kauen Kaugummi. Letzteres ist tatsächlich ein guter Tipp. Zuckerfreier Kaugummi, der mit dem Süßstoff Xylit gesüßt ist, kann die Bakterien im Mund reduzieren. Eine Studie ergab, dass das Kauen von xylitgesüßtem Kaugummi die Anzahl schädlicher Bakterien im Mund um bis zu 75 % verringerte.

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