Krisenchef enthüllt Details

"Stufe 1" – Österreich rüstet sich für Energie-Albtraum

Die Lage im Iran ist kritisch, die IEA warnt vor einer Energie-Katastrophe. Wie bereitet sich Österreich vor? Krisenmanager Peter Vorhofer klärt auf.
Nicolas Kubrak
16.04.2026, 21:03
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Trotz einer kurzen Waffenruhe bleibt die Lage im Nahen Osten weiter angespannt. US-Präsident Donald Trump warnte vor einer "sofortigen Eliminierung" von iranischen Schiffen, sollten sie sich der amerikanischen Blockade zu sehr nähern. Teheran drohte hingegen mit Angriffen auf US-Schiffe – diese könnten "von unseren ersten Raketen versenkt werden".

Krisenchef: "Kann zum Flächenbrand werden"

Laut Generalmajor Peter Vorhofer, nationaler Krisenmanager und Sicherheitsberater Österreichs, besteht die Gefahr, dass sich der Krieg weiter ausweitet. Sollte es weiterhin Angriffe auf zivile Infrastruktur in Nachbarstaaten geben, sei ein Kriegseintritt der Länder "sehr, sehr wahrscheinlich", sagte Vorhofer im Podcast "Message Macht Medien" von Polit-Insider Gerald Fleischmann (abrufbar auf krone.tv und überall, wo es Podcasts gibt).

Besonderes Augenmerk im Iran-Krieg gilt der Straße von Hormus, die aktuell durch den Iran blockiert wird, wodurch es zu Anspannungen am Energiemarkt kommt. Laut Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer könnte es schon im Mai zu ersten Engpässen beim Treibstoff in Europa kommen, Österreich sei allerdings gut vorbereitet.

"Österreich weniger betroffen"

Ähnlich sieht es der Krisenmanager: "Österreich ist von der Straße von Hormus weniger betroffen als andere Länder, da ein Großteil des Rohöls aus anderen Regionen kommt." Zwar würden wirtschaftliche Problematiken auftreten, aber es sei keine gesamtstaatliche Bedrohung vorhanden. Trotzdem warnte Vorhofer vor "Kaskaden- und Folgeeffekten" über globale Lieferketten, die auch hierzulande spürbar wären.

"Stufe 1" – so steht es um unsere Energieversorgung

Im breit aufgestellten Krisenstab befasst man sich mit dem "Worst-Case-Modus", um Bedrohungen frühzeitig zu erkennen und abzufedern. In der aktuellen Situation am Energiemarkt, in der die Internationale Energiebehörde zuletzt vor einer "Energie-Katastrophe" in wenigen Wochen gewarnt hat, ist es nicht anders. Noch befinde sich Österreich nicht im Krisenmodus, stellte Vorhofer fest.

Aktuell sei man in der dreistufigen Energielenkungsskala auf Stufe 1, der sogenannten "Beobachtungsphase", stellte der Generalmajor fest. Die anderen zwei Stufen seien für extreme Krisen vorgesehen, bei denen man in die Verteilung gesetzlich eingreift. "Wenn diese Stufen eintreten, handelt es sich schon um eine gesamtstaatliche Krise."

Der Experte lobte in dem Zusammenhang die gesetzlichen Novellierungen, mit denen man schnell auf Krisensituationen reagieren könne: "Geschwindigkeit ist in Krisen ein entscheidender Faktor."

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