Navi-Hersteller baut um

TomTom: Mehr KI, dafür rund 200 Jobs weniger

Der Navigationsanbieter TomTom setzt künftig stärker auf KI und autonomes Fahren. Rund 200 Arbeitsplätze werden gestrichen.
15.10.2026, 09:21
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Der niederländische Konzern soll künftig in drei Bereiche gegliedert werden. Diese umfassen autonomes Fahren, standortbezogene Datendienste und die klassische Navigation.

Mit dem Umbau möchte TomTom schneller auf Veränderungen am Markt reagieren und die Entwicklung neuer Angebote beschleunigen. Dazu sollen auch Führungsebenen wegfallen und Entscheidungen stärker in die operativen Bereiche verlagert werden.

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"Durch den Abbau von Managementebenen und die Verlagerung von Entscheidungsbefugnissen näher an die operative Umsetzung können wir schneller auf Kundenbedürfnisse reagieren und Innovationen beschleunigen", erklärte Firmenchef Mike Schoofs am Donnerstag (15. Oktober).

Hoffnung liegt auf Künstlicher Intelligenz

TomTom sieht nach eigenen Angaben vor allem in jenen Geschäftsfeldern große Wachstumschancen, die von Künstlicher Intelligenz angetrieben werden.

Dazu zählen insbesondere Systeme für autonomes Fahren sowie Dienste, die digitale Karten und Standortdaten nutzen.

Die Navigation soll trotz der Neuausrichtung ein zentraler Teil des Unternehmens bleiben. Schoofs bezeichnete sie als das Rückgrat von TomTom.

Umsatz sinkt um sechs Prozent

Der Konzernumbau erfolgt nach einem Rückgang der Einnahmen. Im dritten Quartal sank der Umsatz gegenüber dem Vorjahreszeitraum um sechs Prozent auf 129 Millionen Euro. Damit lag das Ergebnis laut TomTom im Rahmen der Erwartungen.

Bei der operativen Marge schnitt das Unternehmen hingegen besser ab als prognostiziert. Als Grund nannte TomTom eine strenge Kontrolle der Ausgaben.

Durch den Stellenabbau sollen bereits im vierten Quartal geringere Personalkosten anfallen. Deshalb hob das Unternehmen seine Margenprognose für das gesamte Geschäftsjahr an. Wie sich der Abbau der rund 200 Arbeitsplätze auf einzelne Länder oder Standorte verteilt, wurde zunächst nicht bekannt gegeben.

red, 15.10.2026, 09:21
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