Rückschlag für Friedens-Deal

Tote, kein Strom: Russischer Raketenhagel auf Ukraine

Bei mehreren russischen Raketen- und Drohnenangriffen wurden in der Ukraine mindestens zwei Menschen getötet. Hunderttausende sind ohne Strom.
Newsdesk Heute
13.02.2026, 10:57
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Bei weiteren russischen Raketen- und Drohnenangriffen sind in der Ukraine mindestens zwei Menschen getötet worden. "Das Hauptziel des Angriffes waren Energieanlagen in Kiew, Odessa und Dnipro", teilte Präsident Wolodymyr Selenskyj am Donnerstag bei Telegram mit. Mehr als zehn Menschen seien verletzt worden. Schäden habe es auch in den Gebieten Charkiw, Donezk, Cherson und im Umland von Kiew gegeben.

Lage in Kiew schwierig

Besonders in der Hauptstadt Kiew sei die Situation schwierig. "Viele Wohnhäuser sind ohne Fernwärme", schrieb der Staatschef. Selenskyj ermahnte die Teilnehmerstaaten des NATO-Waffenkaufprogramms PURL zu schnelleren Zahlungen. "Am effektivsten gegen russische ballistische Raketen sind eben Patriot-Systeme." Raketenlieferungen für diese Systeme seien jeden Tag nötig.

Laut Selenskyj setzte Russland bei den jüngsten Angriffen 219 Kampfdrohnen und 25 Raketen ein. Der Großteil habe man unschädlich machen können, "doch leider nicht alle", schrieb er. Das russische Militär bestätigte nach Meldungen russischer Agenturen Angriffe mittels Kampfdrohnen und Raketen. Dabei seien ein Militärflugplatz, von der ukrainischen Armee genutzte Transportinfrastruktur und Armeestützpunkte angegriffen worden.

Hunderttausende ohne Wasser und Strom

Allein in der südukrainischen Hafenstadt Odessa wurden nach Angaben des stellvertretenden Ministerpräsidenten Olexij Kuleba knapp 300.000 Menschen von der Strom- und Wasserversorgung abgeschnitten. In Dnipro seien 10.000 Einwohner ohne Heizung, in Kiew fiel die Heizung in 2.600 Wohngebäuden aus. Wegen früherer Angriffe konnten in der Hauptstadt bereits 1.100 Wohnblöcke nicht beheizt werden.

Russland meldete einen Drohnenangriff auf eine Raffinerie des Ölkonzerns Lukoil nahe der Stadt Uchta. Ein Feuer sei ausgebrochen, teilte der Gouverneur der Republik Komi, Rostislaw Goldstein, auf Telegram mit. Es gebe keine Verletzten, Rettungskräfte seien im Einsatz.

Rückschlag für Friedensgespräche

Der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha wertete die russischen Angriffe als Rückschlag für die Friedensbemühungen: "Jeder dieser Schläge ist ein Schlag gegen die Friedensbemühungen zur Beendigung des Krieges." Russland müsse gezwungen werden, Diplomatie ernst zu nehmen.

Der Außenminister spielte damit auf die Gespräche zwischen ukrainischen und russischen Unterhändlern unter US-Vermittlung in Abu Dhabi an. Die russische Regierung hatte am Dienstag erklärt, zwar gebe es keinen neuen Gesprächstermin, aber dieser solle in Bälde stattfinden. Mitarbeiter der US-Regierung, die nicht genannt werden wollten, sagten, sie hätten ein Treffen am Montag und Dienstag in Miami vorgeschlagen.

Die Verhandlungen sind festgefahren. Russland pocht auf die Einverleibung der gesamten Region Donezk im Osten der Ukraine. Ein weiterer Streitpunkt sind Sicherheitsgarantien, auf denen die Ukraine besteht, um Russland von zukünftigen Angriffen abzuschrecken.

{title && {title} } red, {title && {title} } Akt. 13.02.2026, 11:11, 13.02.2026, 10:57
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