"Traumatisierte Afghanen": Journalist sorgt für Eklat

In der Wiener Donaustadt wurde am Samstagmorgen (26.06.2021) eine leblose weibliche Person gefunden. Eine Reanimation verlief ohne Erfolg. Die Polizei untersucht die Hintergründe.
In der Wiener Donaustadt wurde am Samstagmorgen (26.06.2021) eine leblose weibliche Person gefunden. Eine Reanimation verlief ohne Erfolg. Die Polizei untersucht die Hintergründe.Video3
Der Innenminister verkündete in einer Pressekonferenz Details zu den Mordverdächtigen im Fall Leonie. Ein Reporter sorgte mit einer Frage für Wirbel.

Innenminister Karl Nehammer gab heute in einer Pressekonferenz weitere Details zu den beiden afghanischen jungen Männern (16 und 18 Jahre) bekannt, die des Mordes an Leonie (13) verdächtigt werden. Nach den Statements von Nehammer und dem Wiener Polizeipräsidenten Gerhard Pürstl stand – wie üblich – eine Fragerunde der anwesenden Journalisten am Programm.

Ein ORF-Journalist sorgte dabei bei manchen für Verwunderung und Kopfschütteln. Der Reporter stellte die Frage, "ob man sich genügend um junge Afghanen kümmert". "Hier geht es um Asylsuchende, die außer Krieg in ihrer Heimat nur Krieg erlebt haben. Unabhängig von ihrer Tat sollte Österreich nicht mehr tun, wenn es um Traumatisierungen geht?"

Innenminister reagierte auf Frage überrascht

Der Innenminister wirkte überrascht über die Frage und reagierte konsterniert: "Was mich sehr nachdenklich macht, ist, wenn die Eltern des Opfers das hören, was Sie gerade gefragt haben. Ihre Frage insinuiert, dass die österreichische Gesellschaft den Beitrag zu einer Straftat geleistet hätte und die Afghanen einfach besser betreut hätten werden sollen."

Auch auf Twitter ging es nach der Pressekonferenz rund, viele User drückten ihr Unverständnis und auch ihren Unmut über die Frage aus, fordern sogar die Abschaffung der GIS-Gebühren.

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