Für Autofahrer in Salzburg wird es bei Geschwindigkeitskontrollen jetzt genauer. Die Stadt modernisiert ihre stationäre Überwachung und rüstet bestehende Radarkabinen technisch auf. Künftig können dort moderne Laser-Messgeräte eingesetzt werden.
Die neue Technik soll Geschwindigkeitsüberschreitungen präziser erfassen. Das hat für Lenker eine entscheidende Folge: Weil die Lasertechnik genauer misst, ist auch eine geringere Messtoleranz notwendig.
"Mit der neuen Lasertechnik können Geschwindigkeitsüberschreitungen ab sofort noch präziser und effizienter erfasst werden", erklärt Bürgermeister-Stellvertreter Christoph Brandstätter. Die Kontrollen sollen damit technisch auf den neuesten Stand gebracht werden.
Ein weiterer Vorteil für die Stadt: Die neuen Geräte können flexibel an unterschiedlichen Standorten eingesetzt werden. In Salzburg gibt es derzeit 23 stationäre Radarstandorte, für die fünf Kameraeinschübe zur Verfügung stehen. Damit kann die Überwachung gezielt an verschiedenen Stellen erfolgen.
Bei der Verkehrsüberwachung setzt Salzburg schon länger verstärkt auf moderne Technik. Auch ein mobiles Radar in einem zivilen Fahrzeug sorgt derzeit für Aufsehen. Seit März ist das Gerät im Einsatz. Bis Juni wurden damit bereits rund 6.500 Geschwindigkeitsüberschreitungen registriert.
Auch abseits klassischer Radarkontrollen nimmt Salzburg bei neuen Überwachungssystemen eine Vorreiterrolle ein. Seit August 2025 werden etwa sogenannte Lärmblitzer in einem Pilotprojekt getestet. Die Geräte kombinieren Mikrofone mit Kameratechnik und sollen besonders laute Fahrzeuge ausfindig machen.
Zuletzt wurden am Salzburgring außerdem Handyblitzer vorgeführt. Diese Technik kann erkennen, wenn ein Lenker während der Fahrt mit dem Smartphone hantiert. Für einen regulären Einsatz in Österreich fehlen derzeit allerdings noch die entsprechenden gesetzlichen Grundlagen.