Am 4. Oktober steht weltweit das Tier im Mittelpunkt. Der Welttierschutztag erinnert an den Schutz von Tieren und an Franz von Assisi – doch die internationale Idee hinter diesem Tag hat eine besondere Verbindung zu Wien.
Denn bereits 1929 wurde die österreichische Hauptstadt zum Schauplatz eines historischen Treffens der internationalen Tierschutzbewegung. Beim 3. Internationalen Tierschutzkongress kamen vom 12. bis 17. Mai Vertreterinnen und Vertreter von 152 Tierschutzvereinen aus 32 Ländern zusammen.
Wien wurde damit für mehrere Tage zum Zentrum der internationalen Tierschutzbewegung.
Beim Kongress wurde ein 23 Punkte umfassender Forderungskatalog beschlossen. Der letzte Punkt hatte es in sich: "Veranstaltung von Tierschutztagen in allen Ländern." Was damals als Forderung auf Papier stand, ist heute Realität. Der Welttierschutztag wird jedes Jahr am 4. Oktober weltweit begangen.
Die Initiative dafür geht laut Tierschutz Austria auf den deutschen Schriftsteller und Tierschützer Heinrich Zimmermann zurück. Bereits 1924 hatte er einen eigenen Tierschutztag gefordert. Ein Jahr später organisierte er in Berlin eine der ersten großen Veranstaltungen dieser Art.
Der Wiener Kongress war jedoch noch nicht der letzte Schritt. 1931, zwei Jahre nach dem Treffen in Wien, wurde beim Internationalen Tierschutzkongress in Florenz schließlich der 4. Oktober zum internationalen Welttierschutztag erklärt. Damit wurde aus einer Forderung eine weltweite Tradition.
Das Datum ist übrigens dem Gedenktag von Franz von Assisi gewidmet. Der Geistliche aus dem frühen 13. Jahrhundert betrachtete Tiere und Natur als Mitgeschöpfe. Für seine Zeit war dieser Gedanke außergewöhnlich. Franz von Assisi sprach von Tieren als seinen Brüdern und Schwestern und stellte damit ein Verhältnis zur Natur in den Mittelpunkt, das bis heute mit dem Tierschutz verbunden wird.