Die vergangenen Jahre haben die Gastro-Branche Österreichs vor große Herausforderungen gestellt. Erst orientierte sich das Personal während der Lockdowns in der Corona-Pandemie anderweitig, dann gingen die Lebensmittel- und Energiekosten durch die Decke und jetzt haben die Gäste auch noch ihr Konsumverhalten geändert.
Viele Faktoren, die dazu führen, dass Restaurants und andere Betriebe gar nicht mehr öffnen können oder ihre Öffnungszeiten rigoros anpassen müssen, wie Wiener Gastro-Sprecher Thomas Peschta erklärt: "Das ist auf mehrere Ursachen zurückzuführen, wie etwa gestiegene Kosten für Lebensmittel, Mieten oder Energie. Hauptsächlich gehen diese Anpassungen jedoch auf das sich ändernde Gästeverhalten zurück."
Schließlich sind alle in Österreich von den gestiegenen Lebenshaltungskosten betroffen – und immer mehr Menschen müssen sparen. Das trifft vor allem auf Restaurantbesuche zu, wie die diesjährige FOOD-Barometer-Umfrage von Edenred zeigt. Demnach verzichten über 70 Prozent aller Altersgruppen in Zeiten der Inflation darauf, auswärts zu essen oder zu trinken – am stärksten die 25- bis 44-Jährigen, am wenigsten die 55- bis 65-Jährigen.
„Die Betriebe müssen sich anpassen, um betriebswirtschaftlich rentabel zu bleiben.“
Diese Konsumzurückhaltung belastet Gastro-Branche zusätzlich. "Die Betriebe müssen sich anpassen, um betriebswirtschaftlich rentabel zu bleiben."
Immerhin hat sich zuletzt zumindest die Personalsituation gebessert. "Es ist richtig, dass die Gastronomie - so wie auch andere Branchen – in den letzten Jahren unter einem Fachkräftemangel litt. Allerdings hat sich die Situation zuletzt wieder gebessert."
Das liege einerseits an den starken Lohnsteigerungen in der Gastronomie und andererseits daran, dass viele Mitarbeiter, die sich im Zuge der Pandemie anderen Branchen zugewandt haben, nun wieder in die Gastronomie zurückkehren. "Dennoch sind viele Gastronomiebetriebe nach wie vor auf der Suche nach guten Fachkräften, was auch an der traditionell hohen Fluktuation in unserer Branche liegt."