Tierisch viele Notfälle

Wildtier-Flut: Zwei Monate sprengen ganzen Jahresrekord

Noch nie musste das Tierschutzhaus Vösendorf so viele Wildtiere versorgen: Allein im Juni und Juli wurden 1.955 Tiere aufgenommen.
Heute Tierisch
24.08.2026, 11:26
Loading...
Angemeldet als Hier findest du deine letzten Kommentare
Alle Kommentare
Meine Kommentare
Sortieren nach:

Kommentare neu laden
Nach oben
Hör dir den Artikel an:
00:00 / 02:45
1X
BotTalk

Die Wildtierhilfe von Tierschutz Austria stößt 2026 in neue Dimensionen vor. Bis Mitte August wurden bereits 3.977 verletzte, verwaiste oder geschwächte Wildtiere im Tierschutzhaus aufgenommen. Zum Vergleich: Im gesamten Jahr 2023 waren es 1.928 Tiere.

Das niedliche Iltis-Baby hört auf den Namen "Igor".
©Tierschutz Austria

Gründe für den enormen Anstieg gibt es mehrere: Andere Wildtierstationen sind weggefallen, das Einzugsgebiet von Vösendorf ist dadurch größer geworden – und immer mehr Menschen wissen, wohin sie sich mit einem tierischen Notfall wenden können.

"Heute" auf Google als bevorzugte Quelle festlegen

Dramatische Sommerhitze

Besonders dramatisch machte sich zuletzt die extreme Sommerhitze bemerkbar. Vor allem Jungvögel und Mauersegler gerieten in Not, weil sich Nester unter Dächern regelrecht in Hitzefallen verwandelten. Noch flugunfähige Jungtiere sprangen teilweise viel zu früh aus ihren Nestern. Gerade Mauersegler benötigen häufig hoch spezialisierte Hilfe. Im Tierschutzhaus werden etwa beim sogenannten "Schiften" beschädigte Federn ersetzt, damit die Vögel wieder fliegen und später ausgewildert werden können.

„Wir sehen, dass der Bedarf an professioneller Wildtierhilfe deutlich steigt“
Stephan ScheidlTierheimleiter, Vösendorf
Vor allem Mauersegler und Schwalben waren durch die Hitze schwer beeinträchtigt.
©WTV

Ohne freiwillige Helfer wäre die enorme Zahl an Notfällen laut Tierschutz Austria längst nicht mehr zu bewältigen: Sie übernehmen unter anderem Transporte, helfen bei der Versorgung und späteren Auswilderung. Gleichzeitig steigen mit jedem zusätzlichen Patienten auch Personal- und Behandlungskosten – das Tierschutzhaus warnt deshalb, dass die Wildtierhilfe zunehmend auf Unterstützung und Spenden angewiesen ist.

{title && {title} } red, {title && {title} } 24.08.2026, 11:26