Der Vermisstenfall um Johanna G. endet tragisch: Am Dienstag fanden Ermittler die Leiche der 34-Jährigen in einem Waldstück in der Südoststeiermark, verscharrt nahe dem Wohnort eines 30-jährigen Cobra-Beamten. Spuren im Schnee führten zum Fundort, den der Tatverdächtige, der laut "Heute"-Informationen aus einer Polizisten-Familie stammt, nach einem Geständnis selbst nannte.
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Er steht im dringenden Verdacht, für den Tod der Frau verantwortlich zu sein. "Es ist nun traurige Gewissheit, die als abgängig gemeldete Frau aus Tillmitsch ist tot. Die Tat macht uns fassungslos", sagte Landespolizeidirektor Gerald Ortner am Mittwoch.
Ausgelöst wurden die Ermittlungen durch eine Abgängigkeitsanzeige der Mutter am 10. Jänner. Hinweise aus Handydaten und Chats führten die Polizei zum Cobra-Beamten, der zunächst jeden Kontakt bestritt und später widersprüchliche Angaben machte.
Nachdem großangelegte Suchaktionen erfolglos geblieben waren, nannte er am Dienstag den Ablageort der Leiche. Gegen ihn wurde Untersuchungshaft wegen Mordverdachts verhängt, die Ermittlungen laufen weiter. Die Polizei geht davon aus, dass sich die Tat am Freitagabend ereignet hat, ein konkreter Tatort ist noch unklar.
In ihrer Heimatgemeinde Tillmitsch ist die Bestürzung über den Tod der jungen Frau groß. Vor ihrer Wohnung haben Freunde und Bekannte Kerzen niedergelegt. Im Gespräch mit "Heute" zeigt sich Nachbar Busan schockiert. Er kannte Johanna, die im vergangenen April eingezogen war, vom Sehen, weil er von seinem Garten aus direkt auf ihren Balkon sehen kann. Der 41-Jährige erinnert sich, wie Feuerwehr und Polizei am Sonntag kamen und mit einer Leiter in die Wohnung der damals vermissten Fitnesstrainerin kletterten.
Die vermisste Südsteirerin (34) ist tot. Die Polizei hat nach tagelanger Suche ihre Leiche gefunden. Der Tatverdächtige ist ein 30-jähriger Cobra-Polizist. Er selbst spricht von einem tragischen "Sex-Unfall". Die Chronologie des Falls:
Neben dem mutmaßlichen Täter war er wohl einer der letzten, der sie lebendig zu Gesicht bekam. "Am Freitag um 12 Uhr war ich gerade dabei, Möbel zu wechseln. Beim Carport trafen wir uns. Sie fragte mich, hilfsbereit wie immer, ob sie mir beim Tragen helfen kann. Ich lehnte dankend ab. Sie wirkte glücklich, es fiel mir nichts Besonderes auf. Jetzt, wenn ich dran denke, dass sie wenige Stunden später getötet wurde, läuft es mir kalt den Rücken hinunter."
Für den beschuldigten Cobra-Beamten gilt die Unschuldsvermutung.