Einige zentrale Sozialleistungen will die Regierung nun bis Ende 2029 absichern. Mit einer Novelle zum Lebenshaltungs- und Wohnkosten-Ausgleichs-Gesetz sollen der "Wohnschirm" sowie die Schulstartaktionen "Schulstartklar!" und "Schulstartplus!" weiterlaufen.
Sozialministerin Korinna Schumann (SPÖ) macht klar, worum es geht: "Gerade in Zeiten hoher Lebenshaltungs- und Wohnkosten ist es unsere Verantwortung, Menschen gezielt zu unterstützen." Mit der Verlängerung des Wohnschirms sollen weiterhin tausende Haushalte vor Wohnungslosigkeit bewahrt werden.
Der Wohnschirm umfasst drei Bereiche: "Wohnschirm Miete" hilft dabei, Delogierungen zu verhindern. "Wohnschirm Housing First" unterstützt wohnungslose Menschen auf dem Weg in eigene vier Wände. Und "Wohnschirm Energie" springt ein, wenn Energieabschaltungen drohen.
Bundesweit gibt es dafür aktuell 83 Beratungsstellen, die von 39 Sozialorganisationen betrieben werden. Laut Sozialministerium zeigt der Bedarf klar nach oben: Seit dem Start des Programms wurden mit "Wohnschirm Miete" mehr als 39.000 Menschen unterstützt, mehr als 17.000 Anträge wurden bewilligt. Beim "Wohnschirm Energie" wurden rund 89.000 Menschen erreicht, dazu kamen mehr als 32.000 bewilligte Anträge. Über "Housing First" konnten bereits mehr als 500 Wohnungen vermittelt werden.
Schumann sieht darin einen klaren Beleg für die Wirkung der Hilfe. Der Wohnschirm verhindere Delogierungen, sichere die Energieversorgung und ermögliche wohnungslosen Menschen einen Neustart in den eigenen vier Wänden. Ohne die geplante Verlängerung würde das Programm mit Ende 2026 auslaufen.
„Die Verlängerung dieser Maßnahmen ist ein wichtiger Schritt, um soziale Härten abzufedern und Perspektiven zu schaffen.“Korinna SchumannSozialministerin (SPÖ)
Auch Familien mit Schulkindern sollen weiter entlastet werden. Die Aktionen "Schulstartklar!" und "Schulstartplus!" richten sich an Schüler aus Sozialhilfehaushalten. Zweimal pro Jahr gibt es Sachleistungen im Wert von jeweils 150 Euro. Pro Kind sind damit bis zu 300 Euro möglich - laut Ministerium rund zwei Drittel der durchschnittlichen Kosten für Schulsachen.
Mehr als 50.000 Kinder und Jugendliche profitieren laut Ministerium bei jeder Aktion. Die Inanspruchnahme liege bei bis zu 95 Prozent. Für Schumann ist das ein deutliches Signal: "Ein gelungener Schulstart darf nicht vom Einkommen der Eltern abhängen."
Ohne Verlängerung würde es ab 2027 zu einem Wegfall von "Schulstartplus!" und zu einer spürbaren Reduktion der Unterstützung kommen.
"Die Verlängerung dieser Maßnahmen ist ein wichtiger Schritt, um soziale Härten abzufedern und Perspektiven zu schaffen“, so Schumann.