Alle sollen Energie sparen

"Zeiten sind ernst" – EU warnt vor härtestem Winter

Die EU warnt vor neuen Energieproblemen im Winter. Hohe Dieselpreise, niedrige Gasreserven und ein möglicher US-Exportstopp sorgen für Druck.
Newsdesk Heute
29.09.2026, 17:48
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Die Energiepreise setzen Europa weiter unter Druck. Seit Beginn des Iran-Kriegs haben die EU-Staaten mehr als 100 Milliarden Euro zusätzlich für Energieimporte ausgegeben. Gleichzeitig rückt der Winter näher – und damit wächst die Sorge vor neuen Engpässen bei Diesel und Gas.

Wie die Nachrichtenagentur AP berichtet, beraten die EU-Energieminister deshalb über Wege aus der Abhängigkeit von fossilen Energieimporten.

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EU-Energiekommissar Dan Jørgensen machte beim Treffen der Minister in Dublin deutlich, wie angespannt die Lage ist: "Die Zeiten sind ernst"! Trotz der zusätzlichen Milliarden-Ausgaben habe Europa nicht mehr Energie erhalten.

Diesel wird zum Sorgenkind

Besonders kritisch sieht die Internationale Energieagentur (IEA) die Versorgung mit Diesel. IEA-Chef Fatih Birol bezeichnete Europa als eine der weltweit am stärksten gefährdeten Regionen. Grund dafür ist die hohe Importabhängigkeit.

Rund die Hälfte der europäischen Dieselimporte kommt laut AP inzwischen direkt aus den USA. Dort gibt es Forderungen aus Reihen der Republikaner, Diesel-Ausfuhren einzuschränken oder zu stoppen, um das Angebot im eigenen Land zu erhöhen. Eine solche Maßnahme könnte die europäische Versorgung zusätzlich belasten.

Auch für Österreich ist die Entwicklung relevant: Die Spritpreise liegen derzeit auf hohem Niveau. Am Montag kostete Diesel hierzulande im Durchschnitt mehr als 2,20 Euro pro Liter. Die österreichische Regierung hat deshalb eine Spritpreisbremse beschlossen.

EU will weniger abhängig werden

Jørgensen drängt die USA dazu, auf einen Exportstopp zu verzichten. Gleichzeitig sieht die EU-Kommission in der aktuellen Krise ein grundsätzliches Problem: Europas Energieversorgung hängt weiterhin stark von Lieferungen aus Drittstaaten ab.

Nach dem russischen Angriff auf die Ukraine hat die EU ihre Abhängigkeit von russischen Energieträgern stark reduziert. Dadurch gewannen unter anderem Lieferungen aus den USA erheblich an Bedeutung. Nun zeigt die Debatte um mögliche Exportbeschränkungen, dass auch neue Abhängigkeiten Risiken bergen können.

Die EU will deshalb den Umstieg von fossilen Energieträgern auf Strom beschleunigen und die europäischen Stromnetze weiter ausbauen. Jørgensen sprach sich für mehr heimisch erzeugte Energie aus.

IEA-Chef Birol hatte bereits zuvor davor gewarnt, dass Europa wegen niedriger Gasreserven und unsicherer Lieferketten vor einem schwierigen Winter stehen könnte. Die kommenden Monate dürften damit zur nächsten Belastungsprobe für Europas Energieversorgung werden.

red,29.09.2026, 17:48