Skandal in Seefeld

27. Februar 2019 16:06; Akt: 28.02.2019 10:46 Print

ÖSV und Polizisten – das sind unsere Dopingsünder

Dominik Baldauf und Max Hauke wurden bei Doping-Razzien in Seefeld festgenommen. Die Personen hinter den Langlaufsündern des ÖSV.

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Österreichs Wintersport kommt nicht zur Ruhe. Im Rahmen der nordischen Ski-WM in Seefeld kam es zu einem Doping-Skandal. Nicht der erste in der jüngeren ÖSV-Geschichte. Ein Überblick in Bildern. Bei den Olympischen Winterspielen in Salt Lake City werden in einem ÖSV-Langlauf-Quartier Geräte für Bluttransfusionen gefunden. Sportdirektor Walter Mayer wird bis 2010 von Olympia ausgeschlossen. führen, im Zuge der Olympischen Winterspiele in Turin, italienische Carabinieri in den Quartieren der Biathleten und Langläufer Doping-Razzien durch. Pikant: Der eigentlich gesperrte Walter Mayer ist vor Ort. Wolfgang Rottmann (l.), Wolfgang Perner, Martin Tauber, Jürgen Pinter und Johannes Eder werden in der Folge lebenslänglich für Olympia gesperrt. wird Langlauf-Olympiasieger Christian Hoffmann wegen Anwendung einer verbotenen Methode für zwei Jahre gesperrt. Er beendet daraufhin seine Karriere. Später wurde ihm die Beteiligung am Besitz und Betrieb einer Blutzentrifuge vorgeworfen. wird bei Langläufer Johannes Dürr, bei einer Trainingskontrolle in Österreich vor dem olympischen 50-km-Rennen, EPO nachgewiesen. Er ist geständig und wird nicht nur aus dem ÖOC-Team, sondern auch aus dem ÖSV ausgeschlossen. ÖSV-Langläufer Harald Wurm wird für vier Jahre gesperrt. Der Tiroler habe gegen diverse Anti-Doping-Bestimmungen verstoßen, so habe er unter anderem auch die von der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) verbotene Substanz Kobalt besessen und verwendet. Weiters habe er "intravenöse Infusionen und/oder Injektionen von mehr als 50 ml innerhalb eines Zeitraums von sechs Stunden" angewandt. Bei einer Doping-Razzia während der Nordischen Ski-WM in Seefeld gab es insgesamt neun Festnahmen. Unter den des Dopings verdächtigten Sportlern sind auch die ÖSV-Langläufer Dominik Baldauf und Max Hauke. Die Ermittlungen laufen.

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Ein Doping-Skandal erschüttert den ÖSV und die Nordische Ski-WM in Seefeld. Unter den fünf festgenommenen Sportlern sind auch zwei Österreicher. Dominik Baldauf und Max Hauke wurden am Sonntag im Teamsprint der Langläufer Sechste.

Am Mittwoch hoben 120 Beamte in Österreich und Deutschland einen tiefen Dopingsumpf auf. An neun verschiedenen Orten wurde relativ zeitgleich zugegriffen. Neben Baldauf und Hauke wurden auch zwei Esten und ein Kasache festgenommen. Darüber hinaus wurde ein Dopinglabor in Deutschland ausgehoben und der mutmaßliche Drahtzieher, ein Sportarzt aus Erfurt, Deutschland, überführt.

Dominik Baldauf ist 26 Jahre alt, stammt aus Bregenz. Als Langläufer wurde er bei Olympischen Winterspielen 13. in der Staffel, 16. im Teamsprint und 35. im Sprint Klassisch alle Ergebnisse stammen von den Spielen in Pyeongchang 2018.

Im Weltcup war der achte Platz auf einer Etappe der Tour de Ski im Sprint Skating seine beste Platzierung.

Max Hauke ist ebenfalls 26. Er stammt aus Rottenmann aus der Steiermark, wohnt in der Ramsau am Dachstein. Seine Erfolge sind fast deckungsgleich mit jenen von Baldauf. 13. in der Olympia-Staffel in Pyeongchang, 16. im olympischen Teamsprint 2014 in Sotschi. Bestes Weltcup-Ergebnis: ein 14. Platz im Skating-Massenstart in Seefeld.

Kurios: Beide Dopingsünder sind Polizeischüler. Beide verbrachten in der Polizeischule Großgmain allerdings nur einen Tag, ließ Dieter Csefan vom Bundeskriminalamt auf der Pressekonferenz am Mittwoch wissen.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Günter am 27.02.2019 16:36 Report Diesen Beitrag melden

    wie naiv kann man sein ???

    glaubt heutzutage echt noch irgendwer das im spitzensport nicht gedopt wird ???

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  • HullaHup am 27.02.2019 16:24 Report Diesen Beitrag melden

    Wie immer

    die Norweger dopen was das Zeug hält. Gewinnen ein Gold um das andere, aber anscheinend sind sie im Doping allen Vorraus oder die Ermittler sind auf dem Auge blind.

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  • Ennio P am 27.02.2019 16:26 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Doping

    Was heißt da Polizisten. Man ist ja auch nicht nach einem Tag an der Uni Doktor. Hauptsache man kann wieder auf die Polizei hinhauen.

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Die neuesten Leser-Kommentare

  • Gerhard am 08.03.2019 19:46 Report Diesen Beitrag melden

    Doping-Sünder

    Wenn solche Betrüger trotzdem bei der Polizei bleiben dürfen, dann " Gute Nacht liebes Österreich!"

  • Bolika am 28.02.2019 16:56 Report Diesen Beitrag melden

    Anna

    Wieso regt man sich eigentlich so auf über Typen die ihr eigenes Blut herumschonglieren und dabei ohnehin noch nie etwas erreicht haben. Entscheidend sind die ersten 3. Und die wissen eh genau was ihnen blüht wenn Ihnen die Medaille wieder aberkannt werden würde. Die anderen Mitläufer sind doch Nobody's und werden es auch mit unerlaubten Mittel nicht schaffen Weltmeister zu werden.

  • Naty am 28.02.2019 09:16 Report Diesen Beitrag melden

    Naty

    Hauke-Geboren in Rottenmann, aufgewachsen in Liezen, wohnhaft in Ramsau!

  • Wm am 28.02.2019 09:07 Report Diesen Beitrag melden

    Wm

    Finanziell vernichten mehr will ich gar nicht hören.

  • Klaus der Trucker am 28.02.2019 07:59 Report Diesen Beitrag melden

    Warum unsere

    Warum unsere Dopingsünder ? Mir gehören sie nicht .