82 Euro Gebühr

1 Stunde Einkaufen oder Strafe! Supermarkt greift durch

Ein Supermarkt hat genug! Nun setzt das Unternehmen im kärntnerischen Wolfsberg auf eine Maßnahme, die für Diskussionen sorgt und teuer werden kann.
Newsdesk Heute
25.06.2026, 14:34
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Immer wieder sorgen Supermarkt-Parkplätze für Ärger. Vor allem dann, wenn Autofahrer die Stellflächen nicht zum Einkaufen nutzen, sondern ihre Fahrzeuge dort für andere Besorgungen oder längere Zeit abstellen. Genau gegen dieses Problem geht nun ein Supermarkt in Wolfsberg in Kärnten vor – und verlangt von unerlaubten Parkern eine Besitzstörungsgebühr, wie die "Kleine Zeitung" am Donnerstag berichtet.

Der Hintergrund ist einfach: Kundenparkplätze sollen den Menschen zur Verfügung stehen, die tatsächlich im Geschäft einkaufen. Gerade an stark frequentierten Standorten kommt es jedoch immer wieder vor, dass Pendler, Besucher benachbarter Einrichtungen oder andere Autofahrer die kostenlosen Stellplätze nutzen. Für Kunden bedeutet das oft eine mühsame Parkplatzsuche direkt vor dem Einkauf.

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Wie aus einem Bericht der "Kleinen Zeitung" hervorgeht, hat der betroffene Markt deshalb deutlich sichtbare Hinweise (siehe Schild am Foto oben) angebracht und macht auf mögliche Konsequenzen aufmerksam. Wer den Parkplatz entgegen den Regeln – eine Stunde maximale Parkdauer – nutzt, muss mit einer Besitzstörungsforderung von 82 Euro rechnen. Dazu werden ein- und ausfahrende Fahrzeuge per Kennzeichenerfassung identifiziert.

1 Stunde parken oder 82 Euro zahlen

Solche Maßnahmen sind in Österreich seit Jahren ein umstrittenes Thema. Immer wieder berichten Betroffene von Schreiben, in denen nach einem Parkverstoß Geld verlangt wird. Gleichzeitig argumentieren Grundstückseigentümer, dass sie ihre privaten Flächen schützen müssen. Besonders heikel wird die Situation für Autofahrer, die die Beschilderung übersehen oder die geltenden Regeln falsch interpretieren.

In vielen Fällen handelt es sich bei Supermarkt-Parkplätzen um Privatgrundstücke. Die Eigentümer dürfen daher festlegen, unter welchen Bedingungen dort geparkt werden darf. Voraussetzung ist allerdings, dass die Regeln klar erkennbar sind. Nur dann können Verstöße überhaupt geahndet werden. Das Thema sorgt seit Jahren für hitzige Diskussionen. Kritiker werfen manchen Parkplatzbetreibern vor, aus Besitzstörungsverfahren ein Geschäftsmodell gemacht zu haben.

Tatsächlich wurden in der Vergangenheit teilweise mehrere hundert Euro verlangt. Die österreichische Gesetzeslage wurde deshalb mit Anfang 2026 geändert. Ziel der Reform war es, überzogene Forderungen einzudämmen und Konsumenten besser zu schützen. Nach Angaben von Konsumentenschützern und Autofahrerclubs wurden die möglichen Verfahrenskosten deutlich reduziert. Forderungen von 400 bis 600 Euro sollen damit weitgehend der Vergangenheit angehören.

Zeitbeschränkungen eingeführt, Parkflächen überwacht

Dennoch bleibt das Grundproblem bestehen: Supermärkte wollen verhindern, dass ihre Kundenparkplätze von Nicht-Kunden blockiert werden. Bereits in mehreren Fällen wurden deshalb Zeitbeschränkungen eingeführt oder Parkflächen überwacht. In einem früher bekannt gewordenen Beispiel wurde sogar auf Videoüberwachung hingewiesen. Dort drohten bei Verstößen Forderungen von 85 Euro. Hintergrund war, dass zahlreiche Stellplätze von Besuchern benachbarter Einrichtungen belegt wurden und Kunden des Marktes oft keinen freien Parkplatz mehr fanden.

Für Autofahrer bedeutet das vor allem eines: Vor dem Abstellen des Fahrzeugs lohnt sich ein genauer Blick auf die Hinweisschilder. Denn auch wenn die gesetzlichen Rahmenbedingungen inzwischen strenger geregelt wurden, können Verstöße auf privaten Parkflächen weiterhin teuer werden. Wer einen Kundenparkplatz nutzt, ohne tatsächlich Kunde zu sein oder die vorgegebenen Bedingungen einzuhalten, riskiert nach wie vor unangenehme Post.

Der aktuelle Fall zeigt einmal mehr, wie angespannt die Situation rund um Parkplätze vieler Supermärkte geworden ist. Während die einen ihre privaten Stellflächen schützen wollen, fühlen sich andere durch Besitzstörungsforderungen unter Druck gesetzt. Klar ist jedenfalls: Der Kampf um freie Parkplätze beschäftigt Händler und Autofahrer gleichermaßen – und dürfte auch künftig für Diskussionen sorgen.

{title && {title} } red, {title && {title} } Akt. 25.06.2026, 14:44, 25.06.2026, 14:34
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