Wie am Dienstag bekannt wurde, ist das Transportunternehmen MEC Trans Transport/Handel GmbH aus Rannersdorf bei Wien zahlungsunfähig. Am Landesgericht Korneuburg wurde ein Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung eröffnet, wie es vom Gläubigerschutzverband KSV1870 heißt.
Das Unternehmen, das 28 Mitarbeiter beschäftigt hat und unter anderem Kühltransporte von Lebensmitteln und Pharmaprodukten übernommen hat, möchte vorerst den Betrieb aufrechterhalten – trotz offener Verbindlichkeiten von rund 1,5 Millionen Euro.
Das Logistikunternehmen war bisher mit drei Kleintransportern und 20 modern ausgestatteten Kühl-Lkw im Einsatz. Auf der Webseite der MEC Trans heißt es: "Unsere penible Planung ermöglicht die Erfüllung Ihrer Terminvorgaben." Mit der Planung der Geschäftszahlen hingegen scheint es weniger gut geklappt zu haben.
Die rückläufigen Umsätze setzten dem Transportunternehmen zuletzt stark zu. Kombiniert mit steigenden Kosten, führte das laut KSV nun zur Insolvenz. Bereits 19 Gläubiger fordern offene Summen ein. Besonders bitter: Die Löhne für 28 Beschäftigte stehen jetzt auf wackligen Beinen.
Ein Sanierungsplan soll das Unternehmen jetzt. Ihren Gläubigern bietet die MEC Trans eine Quote von 20 Prozent innerhalb von zwei Jahren an. Ob das reicht, um das Steuer herumzureißen, bleibt fraglich.
Die nächsten Wochen werden laut KSV zeigen, ob die Fortführung wirtschaftlich überhaupt möglich ist. Als Insolvenzverwalter wurde Horst Winkelmayr eingesetzt.
Bis zum 24. September können Forderungen angemeldet werden. Die erste Prüfungstagsatzung ist für den 8. Oktober angesetzt, die Sanierungsplantagsatzung soll dann. am 19. November stattfinden.
Während sich das Unternehmen weiter kämpferisch gibt, bringt die wirtschaftliche Situation großen Druck in das kleine Unternehmen vor den Toren Wiens immens sein – vor allem für die Mitarbeiter, deren Zukunft derzeit an einem seidenen Faden hängt.