Pentagon schlägt Alarm

850 Tomahawks abgefeuert – USA droht Raketen-Knappheit

Die USA verschießen im Iran-Krieg Hunderte Raketen in kurzer Zeit. Intern wächst die Sorge, dass die Vorräte knapp werden.
Newsdesk Heute
30.03.2026, 17:03
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Der massive Raketeneinsatz der USA im Iran-Krieg sorgt intern offenbar für Nervosität. Nach nur wenigen Wochen könnte ein beträchtlicher Teil der Bestände bereits aufgebraucht sein.

In den ersten vier Kriegswochen haben die USA laut der "Washington Post" mehr als 850 Tomahawk-Raketen abgefeuert. Insider im Pentagon sprechen demnach bereits von einer "alarmierend niedrigen" Anzahl verbleibender Raketen in der Region. Ein weiterer Gesprächspartner warnt sogar, man nähere sich im Nahen Osten einem "Winchester" – ein militärischer Ausdruck dafür, dass die Munition zur Neige geht.

Teuer und lange Produktionszeit

Tomahawk-Raketen gelten als zentrales Werkzeug der US-Navy für Angriffe aus großer Distanz. Sie erreichen Reichweiten von über 1.000 Kilometern und navigieren mithilfe von GPS, Trägheitssystemen und Geländedaten. Laut dem Technikportal "Interesting Engineering" werden sie häufig zu Beginn von Konflikten eingesetzt, um "die Verteidigung eines Landes weichzuklopfen", ohne Piloten in gefährlichen Luftraum schicken zu müssen.

Doch die Präzisionswaffen sind teuer und schwer zu ersetzen. Moderne Varianten kosten laut "Washington Post" bis zu 3,6 Millionen US-Dollar pro Stück und benötigen bis zu zwei Jahre Produktionszeit. Selbst unter optimalen Bedingungen könne die Industrie nur rund 600 Raketen pro Jahr herstellen, heißt es unter Berufung auf den Thinktank Foundation for Defense of Democracies.

20 bis 30 Prozent der Bestände verbraucht

Vor Beginn der Militäroperation gegen den Iran – bezeichnet als "Operation Epic Fury" – sollen die USA laut Berichten über etwa 4.000 bis 4.500 Tomahawks verfügt haben. Damit wären in nur einem Monat bereits 20 bis 30 Prozent der Bestände verbraucht worden.

Der Militärexperte Mark Cancian schätzt laut "Washington Post" sogar, dass die Navy möglicherweise nur rund 3.100 Raketen hatte. In diesem Fall wäre bereits etwa ein Viertel des Arsenals aufgebraucht. "Es würde mehrere Jahre dauern, das wieder aufzufüllen", warnt Cancian.

US-Regierung: "Mehr als genug Munition"

Offiziell gibt sich die US-Regierung dennoch gelassen. Die Sprecherin des Weißen Hauses, Karoline Leavitt, erklärte laut "Interesting Engineering", die USA hätten "mehr als genug Munition, Munition und Waffenbestände, um die Ziele von 'Operation Epic Fury' zu erreichen – und darüber hinaus". Auch Verteidigungsminister Pete Hegseth betont laut "Washington Post", es gebe "keinen Mangel an Munition".

Hinter den Kulissen scheint die Lage jedoch angespannter zu sein. Laut "Washington Post" kam es bereits zu Krisentreffen im Weißen Haus mit Rüstungskonzernen wie Raytheon, dem Hersteller der Tomahawk-Raketen.

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