Seit knapp einer Woche greifen die USA und Israel Ziele im Iran aus der Luft an. Gleichzeitig attackiert die iranische Führung Israel und US-Stützpunkte in der gesamten Golfregion.
Um iranische Drohnen und Raketen abzufangen, setzen die USA zahlreiche Abwehrraketen ein. Doch genau das könnte für US-Präsident Donald Trump zum Problem werden – offenbar stockt der Nachschub.
Nach Informationen von CNN soll US-Generalstabschef Dan Caine Trump gewarnt haben, dass ein Krieg gegen den Iran erhebliche Auswirkungen auf die amerikanischen Waffenbestände haben könnte. Trump räumte selbst ein, dass die Versorgung mit bestimmten Waffensystemen nicht ideal läuft. Auf "Truth Social" schrieb er, dass die USA "bei Hochleistungswaffen einen guten Nachschub haben, aber nicht da sind, wo wir sein wollen."
Bereits am Montag hatte US-Außenminister Marco Rubio auf die schwierige Lage bei der Produktion hingewiesen. Der Iran stelle monatlich rund 100 Raketen her. "Vergleichen Sie das mit sechs oder sieben Abfangraketen, die pro Monat produziert werden können", erklärte Rubio. Deshalb konzentrierten sich die USA darauf, möglichst viele iranische Abschussanlagen und Produktionsstätten zu zerstören.
Auch Experten sehen ein strukturelles Problem. Ryan Bobst, Waffenexperte bei der Stiftung für die Verteidigung von Demokratien in Washington, bestätigte den Engpass bei Abfangraketen. "Die Hauptursache für diesen Mangel ist die Tatsache, dass mehrere aufeinanderfolgende Regierungen über viele Jahre hinweg versäumt haben, die erforderliche Anzahl an Abfangraketen zu beschaffen. Dies führte dazu, dass die Produktionslinien verlangsamt oder sogar stillgelegt wurden", sagte er.
Unterstützung könnte nun ausgerechnet aus der Ukraine kommen. Präsident Wolodymyr Selenskyj erklärte, die Partner seines Landes hätten Kiew um Hilfe bei der Abwehr iranischer Shahed-Drohnen gebeten – auch die USA hätten eine Anfrage gestellt.
Selenskyj hatte zuvor angedeutet, dass die Ukraine ihr Fachwissen mit Ländern im Nahen Osten teilen könnte. Voraussetzung wäre demnach, dass diese Staaten im Gegenzug dazu beitragen, Russland zu einer Waffenruhe im Krieg zwischen der Ukraine und Russland zu bewegen.