Kostenobergrenze gefordert

Ärzte-Hammer! Ministerin bringt Honorardeckel ins Spiel

Gesundheitsministerin Korinna Schumann (SPÖ) liebäugelt mit einer Obergrenze für Wahlarzthonorare. Gesundheit dürfe "kein Luxusgut" sein.
Newsdesk Heute
02.03.2026, 21:35
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Bereits seit über einem Jahr ist Gesundheitsministerin Korinna Schumann (SPÖ) nun schon im Amt. Anlässlich dieses Jubiläums sprach sie mit der "Kronen Zeitung" über ihre Pläne für die restliche Legislaturperiode.

Dabei ließ die Ministerin auch mit einer brisanten Aussage aufhorchen. Sie könne sich eine Obergrenze für Privatarzt-Honorare in Österreich durchaus vorstellen. Die Devise der SPÖ-Politikerin: "Gesundheit darf kein Luxusgut sein."

Beispiel an Deutschland nehmen

Konkret könnte sich Schumann ein ähnliches System wie in Deutschland vorstellen. Dort werde mit "variablen Deckelungen gearbeitet", erklärte die Ministerin gegenüber der Zeitung. Dieses Modell hätte den Vorteil, dass die Preise für Arztbesuche nicht ins Unermessliche steigen können.

Schumann gibt zu bedenken, dass kranke Menschen "keine Verhandlungsmacht" hätten. Wenn sie medizinische Hilfe benötigen, müssen sie darauf vertrauen können, fair behandelt zu werden.

Mehr Transparenz gefordert

Gleichzeitig forderte die Sozialdemokratin mehr Transparenz bei der Preisgestaltung von Wahlärzten. Patienten sollten bereits im Vorhinein erfahren, wie viel eine Behandlung kosten werde. Eine Möglichkeit wäre hier die Veröffentlichung von Musterhonoraren durch die Ärztekammer. Bei Rechtsanwälten gebe es so etwas bereits.

Diese Forderungen begründete Schumann unter anderem mit den hohen Summen, die für Wahlarzthonorare in Österreich ausgegeben werden. Im Jahr 2025 seien 766 Millionen Euro an Honoraren gewesen, die bei der Österreichischen Gebietskrankenkasse (ÖGK) eingereicht wurden.

Ihr zufolge müsse etwa eine Preisdeckelung bei Wahlarzthonoraren Teil eines Reformprozesses sein. Schumann würde es tragisch finden, wenn sich beispielsweise eine Familie überlegen muss, ob genug Geld für die Behandlung des Kindes vorhanden ist. So ein Gesundheitssystem wolle sich die Ministerin nicht vorstellen.

{title && {title} } red, {title && {title} } 02.03.2026, 21:35
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