Fälle steigen

"American Covid" – neue Welle hat begonnen

Die neue Covid-Welle hat laut Virologin Monika Redlberger-Fritz bereits begonnen. Was hinter "American Covid" steckt.
12.10.2026, 16:45
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Husten, Halsweh und ein allgemeines Krankheitsgefühl machen sich wieder breit. Zuletzt sind auch die Corona-Infektionen in Österreich wieder angestiegen. Besonders eine Variante steht im Fokus: XFG, besser bekannt unter den Namen "Stratus", "American Covid" oder "Frankenstein".

"Die Welle beginnt jetzt, das können wir schon sagen", erklärte Virologin Monika Redlberger-Fritz von der MedUni Wien kürzlich gegenüber "Heute".

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Ein deutliches Signal liefert das Sentinel-Netzwerk, das die Verbreitung von Atemwegsviren überwacht. Die Positivrate bei SARS-CoV-2 liegt derzeit bei zehn Prozent. Für Redlberger-Fritz ist das ein klares Zeichen für den Beginn der neuen Covid-Welle.

"American Covid" oder "Frankenstein"?

Die Variante, über die derzeit viel gesprochen wird, heißt offiziell XFG und ist auch als "Stratus" bekannt. Ihren Spitznamen "American Covid" verdankt sie ihrer Entdeckungsgeschichte: Laut der britischen Gesundheitsbehörde UKHSA wurde XFG zuerst in den USA entdeckt und sequenziert.

Ganz neu ist die Variante nicht. Erste Nachweise gab es bereits im Jänner 2025. Seit Juli 2025 wird XFG von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) als "Variante unter Beobachtung" geführt. Auch die EU-Gesundheitsbehörde ECDC stuft sie entsprechend ein.

XFG ist eine Rekombination zweier Omikron-Linien, LF.7 und LP.8.1.2. Sie vereint also genetisches Material aus zwei unterschiedlichen Viruslinien. Das brachte ihr auch den weniger wissenschaftlichen Spitznamen "Frankenstein" nach Mary Shelleys Romanfigur ein.

Diese Symptome sind typisch

Eine Infektion mit XFG lässt sich allein anhand der Beschwerden nicht sicher erkennen. Die Symptome überschneiden sich mit jenen einer Erkältung, einer Grippe und anderer Atemwegsinfektionen.

Zu den häufigsten Anzeichen zählen:

  • Fieber
  • Husten, häufig trocken
  • Halsschmerzen
  • Heiserkeit
  • Kopf- und Gliederschmerzen
  • allgemeines Krankheits- und Schwächegefühl

Auch Atemnot kann auftreten. Seltener werden unter anderem Magen-Darm-Beschwerden, Bindehautentzündungen, Hautausschläge oder Benommenheit beschrieben. Wer wissen möchte, ob eine Corona-Infektion vorliegt, kann einen Schnelltest verwenden. Anhand der Symptome allein ist eine sichere Unterscheidung nicht möglich.

Wie gefährlich ist "American Covid"?

Die bisherigen Erkenntnisse liefern keine Hinweise darauf, dass XFG grundsätzlich schwerere Erkrankungen oder mehr Todesfälle verursacht als andere derzeit zirkulierende Varianten. Dennoch ist Corona nicht mit einer gewöhnlichen Erkältung gleichzusetzen.

Schwere Verläufe sind heute insgesamt seltener als zu Beginn der Pandemie. Dazu tragen unter anderem der Immunschutz durch Impfungen und frühere Infektionen sowie die seit Jahren vorherrschenden Omikron-Linien bei. Besonders ältere Menschen und Personen mit bestimmten Vorerkrankungen bleiben gefährdet. Auch eine zunächst milde Infektion kann für sie problematisch werden.

So schützt du dich jetzt

Wer krank ist, sollte möglichst zu Hause bleiben und Kontakte zu anderen reduzieren. Vor allem der Kontakt zu älteren und gesundheitlich gefährdeten Menschen sollte bei Symptomen vermieden werden.

„Dort, wo viele Menschen auf engem Raum sind, ist der Nasen-Mund-Schutz eine wirksame Möglichkeit, eine Infektion fernzuhalten.“

Die Österreichisches Gesundheitskasse erinnert aktuell wieder an die üblichen Hygienemaßnahmen: "Hände waschen/desinfizieren, wenn Sie im öffentlichen Raum unterwegs gewesen sind, nicht mit den Händen zu Nase und Mund greifen, geschlossene Räume gut durchlüften, auch selbst immer wieder an die frische Luft gehen. Dort, wo viele Menschen auf engem Raum sind, ist der Nasen-Mund-Schutz eine wirksame Möglichkeit, eine Infektion fernzuhalten."

red, 12.10.2026, 16:45