"Heute"-Leserin Carina* (Name von der Redaktion geändert) wollte eigentlich nur einen Kleinlaster für ein Wochenende mieten, um Pflastersteine zu ihrem Haus zu transportieren. Das Angebot der Firma "123-Transporter" klang verlockend – für wenig Geld buchte sie einen Wagen online. Als sie bemerkte, dass ihr die Zeit ausgeht, verlängerte sie die Miete – dann nahm das Unheil seinen Lauf: Nun soll Carina knapp 2.500 Euro brennen.
In Feldkirchen (Kärnten) kam der Mietwagen zum Einsatz und sollte für einen Tag in Anspruch genommen werden. Aufgrund eines dringenden Termins in Wien verlängerte Carina die Miete. Dann wurde es wild.
Trotz der eingegangen Mietzahlungen soll die Mietwagenfirma versucht haben, weiter Geld vom Bankkonto von Carina abzuheben. Kurz darauf kam laut Carina zur Eskalation: Die Firma habe den Mietwagen elektronisch von außen lahmgelegt und gestoppt.
Carina drohte der Firma am nächsten Tag den Wagen kostenpflichtig abschleppen zu lassen. Erst dann soll "123-Transporter" nachgegeben und das Auto wieder freigeschalten haben. Letztendlich steht das Mietfahrzeug wieder am gewohnten Gelände, doch die Firma verlangt wegen der (selbstverschuldeten) nicht zeitgerechten Rückgabe des Wagens und weiterer Vertragsstafen nun insgesamt 2.464,99 Euro von Carina.
Die Kärntnerin wird den Betrag nicht zahlen und lässt sich rechtlich beraten. Auf Anfrage von "Heute" gab es von der Firma "123-Transporter" zu diesem Fall keine Stellungnahme.
Carinas Erfahrungen reihen sich in eine Vielzahl an Schicksalen ein, die "Heute"-Leser im Zuge einer Wagenmiete erleben mussten: Den Lesern Alpaslan und Yasin wurden etwa tausende Euro von ihren Bankkonten abgezogen – bis sie komplett leer waren.
Die durch Strafen, Abbuchungen und hohe Kautionen in Verruf geratete Mietwagen-Firma "123-Transporter" ist aktuell in Österreich aufgrund "technischer Probleme" nicht mehr am Markt. Immer mehr Geschädigte wehren sich nun gegen die dubiosen Machenschaften des Transport-StartUps – mehr dazu hier.