Die grausame Tat macht fassungslos: Im steirischen Admont wurde eine Katze Opfer einer besonders brutalen Form von Tierquälerei. Das Tier wurde an einem Holzkreuz festgeschraubt und zu Tode gequält. Die Tierschutzorganisation Pfotenhilfe setzt nun alles daran, dass die Verantwortlichen gefunden und zur Rechenschaft gezogen werden.
Nachdem ein Unterstützer der Pfotenhilfe zunächst 2.000 Euro Ergreiferprämie zur Verfügung gestellt hatte, zeigten sich zahlreiche Tierfreunde solidarisch. Privatpersonen erhöhten die Summe um insgesamt 1.200 Euro, das Unternehmen FEDOR Tiernahrung legte weitere 2.000 Euro drauf. Damit stehen mittlerweile 5.200 Euro Belohnung für jenen Hinweis bereit, der zur gerichtlichen Feststellung der Täterschaft führt.
„Ich hoffe sehr, dass diese hohe Summe etwaige Mitwisser oder Beobachter dazu bewegt, Details zum Täter zu übermitteln“Johanna Stadler Pfotenhilfe-Geschäftsführerin
Auch FEDOR-Geschäftsführer Kurt Gasper betont, dass Tiere auf den Schutz und die Verantwortung der Menschen angewiesen seien.
Besonders bitter: Selbst für eine derart grausame Tat sieht das österreichische Strafgesetzbuch bei Tierquälerei derzeit eine Freiheitsstrafe von höchstens zwei Jahren vor. Die Pfotenhilfe fordert deshalb seit Jahren eine Anhebung des Strafrahmens auf fünf Jahre. Bislang blieb diese Forderung ohne Erfolg.
Die Organisation verweist zudem auf Erkenntnisse aus der Kriminalpsychologie, wonach schwere Tierquälerei in manchen Fällen auch ein Warnsignal für spätere Gewalt gegen Menschen sein kann. Ein solcher Zusammenhang lässt sich allerdings nicht pauschal auf jeden Täter übertragen.
Die Pfotenhilfe hofft nun dringend auf Menschen, die verdächtige Beobachtungen gemacht haben oder Hinweise auf die Verantwortlichen geben können. Auch scheinbar unbedeutende Informationen könnten bei der Aufklärung helfen.
Hinweise nimmt die Pfotenhilfe unter [email protected] oder die Polizeiinspektion Admont unter 059 133 6341 entgegen. Für die getötete Katze kommt jede Hilfe zu spät. Doch die Verantwortlichen für ihr qualvolles Sterben sollen nicht ungestraft davonkommen.