Wiederwahl in Mariazell

Bischöfe wählen Franz Lackner erneut zum Chef

Die Österreichische Bischofskonferenz setzt auf Kontinuität. Erzbischof Franz Lackner wurde für weitere sechs Jahre als Vorsitzender wiedergewählt.
Newsdesk Heute
09.06.2026, 12:57
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Der Salzburger Erzbischof Franz Lackner bleibt an der Spitze der katholischen Kirche in Österreich. Die Österreichische Bischofskonferenz hat den 69-Jährigen am Dienstag für weitere sechs Jahre als Vorsitzenden bestätigt.

Die Wiederwahl erfolgte im Rahmen der Vollversammlung der Bischöfe in Mariazell. Auch der Linzer Bischof Manfred Scheuer wurde erneut zum stellvertretenden Vorsitzenden gewählt. Damit bleibt das Führungsduo der Bischofskonferenz unverändert.

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Seit 2020 Vorsitzender

Lackner steht bereits seit Juni 2020 an der Spitze des heimischen Episkopats. Gemeinsam mit Scheuer wird er die Geschicke der Bischofskonferenz nun bis 2032 weiter mitgestalten.

Der Vorsitzende der Bischofskonferenz nimmt innerhalb der katholischen Kirche eine besondere Rolle ein. Er gilt jedoch nicht als "Oberbischof" und kann nicht in die Kompetenzen der einzelnen Diözesanbischöfe eingreifen. Seine Aufgabe besteht vor allem darin, die Vollversammlungen zu leiten, gemeinsame Positionen zu koordinieren und die Kirche nach außen zu vertreten.

Durch seine Zuständigkeit für die Beziehungen zwischen Kirche und Staat kommt dem Amt dennoch großes Gewicht zu. Der Vorsitzende gilt als wichtigstes öffentliches Gesicht der katholischen Kirche in Österreich.

"Wir halten die Frage nach Gott wach. Ihn ständig neu zu entdecken, ihm eine Chance zu geben, dazu sind wir da." Dieser Satz aus dem Leitbild der Erzdiözese Salzburg gilt als zentrale Leitlinie seines Wirkens. Für Lackner besteht die Aufgabe der Kirche darin, Menschen mit Gott in Verbindung zu bringen und Orientierung zu bieten.

Auch sein Stellvertreter Manfred Scheuer bleibt der Bischofskonferenz erhalten. Der 70-jährige Oberösterreicher ist seit 2015 Bischof der Diözese Linz und bekleidet die Funktion des stellvertretenden Vorsitzenden bereits seit 2020.

Scheuer engagiert sich innerhalb der Bischofskonferenz unter anderem für Weltkirche, Entwicklungszusammenarbeit und den interreligiösen Dialog. In einem Interview zu seinem 70. Geburtstag bezeichnete er sich selbst als "Mischung aus Wanderer, Vagabund und Pilger."

Mit der Wiederwahl von Lackner und Scheuer setzt die katholische Kirche in Österreich damit auf Kontinuität an ihrer Spitze.

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