Diese Zahlen aus dem Jahresbericht der Dokumentationsstelle politischer Islam stimmen nachdenklich: Weniger als zwei Drittel der Befragten halten es für essenziell, dass Regierungen vom Volk gewählt werden, immerhin finden aber 80 Prozent, dass alle Völker gleiche Rechte haben sollten.
Für mehr Befragte aus Sudan/Somalia/Westsahara in Wien ist die soziale Absicherung für alle ein wichtigerer Teil einer Demokratie als gleiche Rechte für Mann und Frau. Ein Drittel verbindet Demokratie mit einer starken Wirtschaft. Für viele Teilnehmer der Studie ist Demokratie also weniger gleichberechtigtes Mitwirken aller Menschen innerhalb eines Staatsgebildes als ein wirtschaftlich leistungsfähiger Wohlfahrtsstaat.
Brisant: Für gleich zwei Drittel (siehe Grafik) ist Meinungsfreiheit kein wesentliches Merkmal einer Demokratie.
"Wer bei uns leben will, muss etwas beitragen und sich selbst erhalten, nicht Sozialleistungen über die gleichen Rechte für Frauen und Mädchen stellen", sagt Integrationsministerin Claudia Plakolm zu "Heute".
Nachsatz: "Zukünftig gilt: Arbeit, Deutsch, Werte. Und wer unsere Werte nicht leben will, der hat nichts in Österreich verloren. Österreich ist ein christliches Land, in dem die freien, westlichen Werte gelten und in dem man etwas beiträgt – und das soll auch so bleiben", so die Ministerin.