Die Regierung von US-Präsident Donald Trump verhandelt laut übereinstimmenden Medienberichten derzeit mit der Übergangsregierung in Venezuela. Dabei geht es um eine US-Beteiligung an den riesigen venezolanischen Erdölressourcen.
Laut der US-Nachrichtenwebsite "Axios" sollen die Verhandlungen mehr als ein Dutzend Ölfelder mit einem nachgewiesenen Vorkommen von 90 Milliarden Barrel betreffen. Das wäre fast ein Drittel der Ölreserven des Landes - diese sollen rund 300 Milliarden Barrel betragen.
Im Gegenzug für eine Beteiligung bieten die USA an, dass die Förderung der venezolanischen Ölfelder von privaten Unternehmen weiter ausgebaut wird - das soll auch Venezuela höhere Einnahmen bescheren.
Wie AFP unter Berufung auf "Axios" berichtet, könnten sich die US-Ölreserven bei einem gelungenen Deal mehr als verdoppeln - und das zu einem Zeitpunkt, an dem die Ölreserven der Vereinigten Staaten den niedrigsten Stand seit 40 Jahren erreicht haben.
Die Gespräche sollen zwischen US-Außenminister Marco Rubio und der venezolanischen Übergangspräsidentin Delcy Rodríguez geführt werden. Rodríguez setzt sich seit ihrer Amtsübernahme für eine Öffnung des südamerikanischen Landes für ausländische Investitionen ein - unter starkem Druck der Trump-Regierung.
Rodríguez´ Vorgänger Nicolás Maduro war zu Beginn des Jahres bei einem US-Militäreinsatz in der venezolanischen Hauptstadt Caracas gefangengenommen worden. Er sitzt in den USA in Haft - dort soll ihm wegen "Drogenterrorismus" der Prozess gemacht werden.