Ob im Job oder im Familienkreis: Richtige Kommunikation will gelernt sein. Manche Floskeln sind überholt, sorgen für Missverständnisse oder verschlechtern die Stimmung, obwohl es dafür keinen Grund gibt.
Psychologen sprechen bei solchen Satzanfängen von "Distanzierungsfloskeln". Das sind Formulierungen, die unbewusst einen Sicherheitsabstand schaffen. Falls eine Botschaft negativ aufgenommen wird, kann sich der Sprecher hinter der vermeintlichen Offenheit schützen.
Wie chip.de unter Berufung auf Reader's Digest berichtet, gibt es fünf Phrasen, die du am besten aus deinem Wortschatz streichen solltest.
"Mit allem nötigen Respekt ...": Wer so beginnt, hat meist etwas zu beanstanden und will sich vorab entschuldigen. Das Problem: Meistens fehlt danach genau der Respekt. Ähnlich schlecht kommt "Nicht böse gemeint, aber ..." an.
"Immer" und "Nie": Mit solchen Verallgemeinerungen geht das Gegenüber schnell in den Verteidigungsmodus. Besser sind Wörter wie "vermehrt" oder "ab und an".
"Das hört sich vielleicht dumm an ...": Mit diesem Anfang weckst du unpassende Erwartungen. Dein Gegenüber erwartet dann tatsächlich eine dumme Frage oder wundert sich, warum du dich überhaupt mitteilst.
"Ich weiß genau, wie du dich fühlst ...": Niemand weiß zu hundert Prozent, wie sich eine andere Person fühlt. Was als Empathie gemeint ist, kann dazu führen, dass sich der andere missverstanden fühlt.
"Wie ich bereits gesagt habe ...": Diese Phrase wirkt schnell passiv-aggressiv. Es klingt so, als würdest du deinem Gegenüber Unaufmerksamkeit unterstellen.
Um authentisch zu wirken, steige am besten direkt in dein Anliegen ein - ohne einleitende Floskeln. Übernimm Verantwortung für das, was du sagst, und transportiere deine Botschaft mit einem klaren Tonfall. Wer authentisch ist, braucht keine großen Vorankündigungen.