Wer für die nächste Reise nicht immer zu den üblichen Hotspots fliegen will, bekommt jetzt neue Inspiration: Der Reiseführer "Lonely Planet" hat seine Empfehlungen für 2027 veröffentlicht. Unter den 50 weltweiten Tipps finden sich auch fünf Reiseziele in Europa.
"Best in Travel 2027" versammelt insgesamt 25 Reiseziele und 25 besondere Reiseerlebnisse. Ausgewählt wurden sie von rund 450 Autorinnen und Autoren sowie dem Redaktionsteam. Auffällig: Neben bekannten Namen rücken vor allem Orte ins Rampenlicht, die bisher eher unter dem Radar vieler Urlauberinnen und Urlauber liegen.
Venedig ist weltberühmt – Venetien aber ist deutlich größer. Die Region im Nordosten Italiens reicht von den Dolomiten bis zum Gardasee und verbindet historische Städte, Weinregionen und italienische Küche auf engem Raum.
In Verona treffen römische Geschichte und Romeo-und-Julia-Romantik aufeinander, während Padua mit der Scrovegni-Kapelle und seiner historischen Altstadt lockt. In Bassano del Grappa wartet die berühmte Ponte degli Alpini.
Für Genießer gibt es ebenfalls reichlich Gründe für einen Abstecher: Die Hügel rund um Conegliano und Valdobbiadene sind für Prosecco bekannt, dazu kommen regionale Spezialitäten und Tiramisu.
Eine deutsche Stadt schafft es ebenfalls auf die Liste – und es ist nicht Berlin, Hamburg oder München. Dessau in Sachsen-Anhalt punktet vor allem mit seiner Bauhaus-Geschichte. Hier entwickelte die legendäre Kunstschule ihre Ideen weiter, die Architektur und Design bis heute beeinflussen. Das 1926 eröffnete Bauhaus-Gebäude von Walter Gropius, die Meisterhäuser und die historischen Wohnateliers gehören zu den wichtigsten Stationen.
Doch Dessau kann mehr als Architektur: Das Gartenreich Dessau-Wörlitz bietet Parks, Seen und historische Bauwerke. Im Wörlitzer Park sorgt sogar eine ungewöhnliche Vulkanlandschaft für einen überraschenden Blickfang.
Wer Meer statt Massentourismus sucht, sollte Skanör-Falsterbo im Süden Schwedens im Auge behalten. Die beiden historischen Küstenorte auf der Falsterbo-Halbinsel sind längst zusammengewachsen.
Weiße Häuser, blühende Gärten, lange Sandstrände und die charakteristischen bunten Badehütten prägen das Bild. Statt Großstadttrubel gibt es hier vor allem eines: Ruhe. Gerade im Sommer wird die Region rund um Skåne zum Ziel für alle, die skandinavisches Lebensgefühl mit Badeurlaub verbinden wollen.
Dubrovnik und Split sind längst Klassiker – Šibenik könnte der nächste kroatische Hotspot werden. Die dalmatinische Küstenstadt liegt zwischen Split und Zadar und überrascht mit einer historischen Altstadt, die sich bis ans Meer zieht.
Im Zentrum steht die Kathedrale des Heiligen Jakob, die zum UNESCO-Welterbe gehört. Dazu kommt eine Gastronomieszene, die laut Lonely Planet zu den großen Trümpfen der Stadt zählt. Auch kulturell tut sich einiges: Besonders der wachsende Festivalkalender macht Šibenik im Sommer interessant.
Tagsüber Pilgerstadt, abends Partyzone: León im Nordwesten Spaniens vereint zwei völlig unterschiedliche Seiten. Die gotische Kathedrale mit ihren farbenprächtigen Glasfenstern, die Basilika San Isidoro und Gaudís Casa Botines erzählen von der langen Geschichte der Stadt. Außerdem liegt León am Jakobsweg und ist damit ein wichtiger Zwischenstopp für Pilgerinnen und Pilger.
Nach Sonnenuntergang wechselt das Bild: Im Barrio Húmedo und im Barrio Romántico füllen sich die Gassen mit Tapas-Bars und Lokalen. Wer nach Kultur und Sightseeing noch Energie hat, muss hier nicht früh ins Hotel.