"Wien auf Zeit"

Fünf Jahre in Wien – Karner plant neues Polizei-Modell

Mit "Wien auf Zeit" startet die Polizei ein neues Modell. Bewerber arbeiten fünf Jahre in Wien und können danach in ihr Heimatbundesland zurückkehren.
Newsdesk Heute
19.09.2026, 10:42
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Mit einem neuen Recruiting-Modell will das Innenministerium zusätzliches Personal für die Wiener Polizei gewinnen. Bewerber aus den Bundesländern können künftig zunächst fünf Jahre in der Hauptstadt arbeiten – danach ist ihnen die Rückkehr in ihr Heimatbundesland garantiert.

Das Programm trägt den Namen "Wien auf Zeit" und richtet sich an Bewerber, die sämtliche Voraussetzungen für eine Aufnahme bei der Polizei erfüllen. Die Teilnahme erfolgt freiwillig.

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Karner setzt auf neues Polizei-Modell

Innenminister Gerhard Karner (ÖVP) erwartet sich davon nicht nur eine personelle Stärkung der Wiener Polizei. Nach fünf Jahren sollen auch die Bundesländer von Beamten profitieren, die während ihres Dienstes Erfahrungen in der Großstadt gesammelt haben.

"'Wien auf Zeit' soll mehr Aufnahmen bei der Polizei sicherstellen. Das bringt kurzfristig mehr Sicherheitskräfte für Wien und mittelfristig für ganz Österreich. In die Sicherheit der Bevölkerung wird weiter investiert, auch mit völlig neuen Modellen."

Erste Aufnahmen starten im Dezember

Los geht es bereits im Dezember 2026. Dann sollen erstmals Bewerber im Rahmen von "Wien auf Zeit" aufgenommen werden. Da die Polizeiausbildung zwei Jahre dauert, werden die ersten fertig ausgebildeten Beamten aus dem Programm ab Dezember 2028 in Wien ihren Dienst versehen.

An den regulären Aufnahmeverfahren in den einzelnen Bundesländern ändert sich dadurch nichts. Diese sollen weiterhin uneingeschränkt stattfinden. "Wien auf Zeit" kommt als zusätzliche Möglichkeit hinzu.

Auch längerer Verbleib in Wien möglich

Nach den vorgesehenen fünf Jahren müssen die Teilnehmer Wien allerdings nicht zwingend verlassen. Wer möchte, kann seinen Aufenthalt freiwillig um zwei Jahre verlängern.

Auch eine dauerhafte Versetzung nach Wien ist vorgesehen, wenn sich Polizistinnen oder Polizisten aus beruflichen oder privaten Gründen dafür entscheiden. Wer zurückkehren möchte, hat hingegen die Garantie auf einen Wechsel ins Heimatbundesland.

Rund 500 Polizisten warten auf Versetzung

Das neue Modell soll gleichzeitig Bewegung in bestehende Versetzungs-Wartelisten bringen. Derzeit wollen rund 500 Wiener Polizisten nach mehreren Dienstjahren in der Hauptstadt in ein anderes Bundesland wechseln.

Wegen des hohen Personalbedarfs in Wien sind solche Versetzungen derzeit allerdings nur selten möglich. Je nach gewünschtem Bundesland entstehen dadurch längere Wartezeiten.

Mit "Wien auf Zeit" soll sich das ändern. Mindestens zehn Prozent der Anzahl jener Beamten, die über das neue Programm aufgenommen werden, sollen von den bestehenden Wartelisten in andere Bundesländer versetzt werden.

Damit soll einerseits die Situation für wechselwillige Wiener Polizisten verbessert werden. Andererseits erhalten die Bundesländer zusätzliches Personal, während über das neue Programm weitere Beamte für Wien gewonnen werden sollen.

red,19.09.2026, 10:42
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