Ab dem 5. Februar 2026 lädt das Planetarium Wien zu einer kosmischen Spurensuche ein: Die neue Show "EXO: Aliens – Sind wir alleine im Universum?" widmet sich einer der größten Fragen der Menschheit. In eindrucksvollen Bildern und auf Basis aktueller Forschung wird beleuchtet, wie realistisch außerirdisches Leben ist.
Angesichts von Milliarden Galaxien und unzähligen Sternen scheint die Idee von Leben außerhalb der Erde schließlich naheliegend - und genau hier setzt die Show an: "Wir gehen der Frage wissenschaftlich nach", erklärt Dr. Michael Feuchtinger, Direktor des Wiener Planetariums, im "Heute"-Interview. Ziel sei es, den aktuellen Stand der Wissenschaft darzustellen: Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit für Leben im All? Mit welchen Methoden wird gesucht – und wo genau?
Die ehrliche Antwort des Astrophysikers auf die Fragen aller Fragen lautet jedoch: "Wir wissen es nicht. Wir haben noch keinen Nachweis von Leben außerhalb der Erde gefunden, aber es ist extrem wahrscheinlich, dass sich irgendwo im Universum Leben gerade entwickelt, entwickelt hat oder vielleicht auch schon erloschen ist."
Die Suche konzentriert sich dabei einerseits auf unser Sonnensystem – etwa auf Eismonden, unter deren Oberfläche sich Ozeane verbergen könnten. Dort hofft man, zumindest einfache Lebensformen oder sogenannte extremophile Mikroben zu finden, die selbst unter extremen Bedingungen existieren können. Zum anderen richtet sich der Blick weit über unser Sonnensystem hinaus, auf sogenannte Exoplaneten, die nicht um unsere Sonne kreisen. "Hier geht es darum, Biosignaturen nachzuweisen – also chemische Substanzen, die untrennbar mit Leben verbunden sein könnten."
„Dort hofft man, zumindest einfache Lebensformen oder sogenannte extremophile Mikroben zu finden.“
Wie Aliens dementsprechend aussehen könnten? "Das kann von ganz, ganz einfachen Mikroorganismen über menschenähnliche Wesen bis hin zu möglicherweise robotischen, technisch organisierten Lebensformen gehen", antwortet Feuchtinger.
Ein Kontakt mit fremden Zivilisationen ist laut Feuchtinger aus wissenschaftlicher Sicht ebenfalls äußerst unwahrscheinlich. Einerseits müssten Aliens die gleichen Kommunikationstechnologien haben, wie wir, und andererseits ist das Universum schlicht zu groß: "Die Signallaufzeiten sind sehr, sehr lang. Radiosignale breiten sich mit Lichtgeschwindigkeit aus. Ein Signal aus der Andromeda-Galaxie würde uns also erst 2,5 Millionen Jahre nach seinem Aussenden erreichen – und verriete lediglich, dass es dort damals möglicherweise intelligentes Leben gab. Ob heute noch jemand antworten könnte, bleibt offen."
In Bezug auf angebliche UFO-Sichtungen stellt der Planetariumsdirektor zudem klar: "Bisher konnte keine Beobachtung eindeutig auf außerirdische Besucher zurückgeführt werden. Für alle bekannten Fälle wurden letztlich natürliche oder menschliche Ursachen gefunden."
EXO:Aliens - Sind wir alleine im Universum?
Wann: ab 5. Februar 2026
Wo: Planetarium Wien (Oswald-Thomas-Platz 1, 1020 Wien)
Alter: ab 10 Jahren
An fünf Sonderterminen wird EXO:Aliens von einer einzigartiger Tanz-Performance in der Sternenkuppel begleitet.
Preis: 11 Euro (28 Euro mit Tanz-Performance)
Dauer: 60 Minuten (75 Minuten mit Tanz-Performance)
Hier geht's zu den Tickets: www.vhs.at
Warum also fasziniert uns die Alien-Frage so sehr? "Wenn wir wirklich allein wären, wäre das eine sehr existenzielle Form von Einsamkeit", meint der Experte. Die Vorstellung, nicht allein im Universum zu sein – und vielleicht eines Tages andere Lebensformen zu verstehen – berühre etwas zutiefst Menschliches.