Babler intern in der Kritik

High Noon bei der SPÖ: Dichter Takt bei Krisen-Treffen

Seit Tagen beherrscht ein Thema die SPÖ: Bleibt Andreas Babler Parteichef oder steht er vor der Ablöse? Am Samstag könnte es heiß hergehen.
Heute Politik
09.01.2026, 10:09
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High Noon im Gumpoldskirchen: Im niederösterreichischen Weinort könnte sich die Zukunft von Andreas Babler entscheiden. Denn dorthin hat er die Granden der Partei zu einer Krisensitzung geladen. "Heute" hat alle Details:

Dichter Terminplan

Die offiziell als "Klausur" titulierte Krisensitzung findet am Samstag im Hotel Turmhof statt. Das Vier-Sterne-Haus liegt nur 20 Kilometer von Wien entfernt – und wirbt auf seiner Homepage: "Genießen Sie die perfekte Kombination aus Kultur und Natur, eingebettet zwischen den malerischen Weinbergen und dem idyllischen Wienerwald".

Viel Zeit dafür werden die Sitzungsteilnehmer allerdings nicht haben. Das Programm startet um 11.30 Uhr mit der Ankunft und einem gemeinsamen Mittagessen. Dann geht’s in medias res: Ab 12.30 Uhr soll "über inhaltliche und kommunikative Maßnahmen für das erste Halbjahr 2026" beraten werden, wie die Einladung ("Liebe Genoss*innen") ankündigt.

Ab 18 Uhr ist der gemütliche Ausklang des Krisenmeetings geplant. Wenig überraschend mit einem gemeinsamen Abendessen.

Hitzige Diskussionen erwartet

Davor dürfte es ziemlich rund gehen. Denn diskutiert wird wohl nicht nur um die offiziell geplanten Themen Teuerung, Gesundheit und Sicherheit. Zu sehr war in den vergangenen Tagen die persönliche Zukunft von Parteichef Andreas Babler Thema.

Der versucht jetzt offenbar, die Diskussion zu beenden und Kritiker zu besänftigen. Und Kritiker in den eigenen Reihen gibt es viele. Einige davon werden auch bei der Krisensitzung dabei sein. Geladen sind neben allen SPÖ-Regierungsmitgliedern auch die Mitglieder des Bundesparteipräsidiums – und alle Landesparteiobleute.

Gerade bei denen steht Babler nicht gerade hoch im Kurs. Vor allem mit der Steiermark, dem Burgenland, Niederösterreich und Oberösterreich ist das Verhältnis durchaus angespannt. Das zeigte sich einmal mehr in den vergangenen Tagen.

Wenig Rückendeckung aus den Bundesländern

Denn laut "Heute"-Infos plant Babler eine Tour durch die Länder. Dabei hat er aber offenbar wenig Erfolg. "Keiner will, dass er kommt", formuliert es ein Parteigrande. So habe sich der SPÖ-Chef etwa in Kärnten, Oberösterreich und Salzburg einen Korb geholt.

Bundestrend drückt Länderergebnisse

Warum, ist relativ klar. Der Bundestrend kann die Ergebnisse in den Ländern um drei bis fünf Prozentpunkte nach oben pushen oder nach unten drücken, hatte ein Parteiinsider zuletzt im "Heute"-Gespräch vorgerechnet.

Ob Babler am Samstag mit seinen Tour-Wünschen mehr Erfolg hat, wird sich zeigen.

SPÖ spricht von "traditionellem Treffen"

Bei der SPÖ bestätigt man zwar die Sitzung. Dabei handle es sich aber um das "traditionelle Neujahrs-Arbeitstreffen". Das habe nichts mit dem anstehenden Parteitag und einer möglichen Gegenkandidatur zu tun, wird versichert. Vielmehr gehe es um eine "inhaltliche Schärfung der politischen Kommunikation, um in den zentralen Bereichen Teuerung, Gesundheit und Sicherheit geschlossen aufzutreten".

{title && {title} } pol, {title && {title} } Akt. 09.01.2026, 16:27, 09.01.2026, 10:09
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