Ein falscher Klick reicht

Hotel-Betrug! Diese Masche ist kaum zu durchschauen

Name, Hotel und Reisedatum stimmen – trotzdem steckt Betrug dahinter. Die ÖHV warnt vor gefälschten Zahlungsaufforderungen.
24.10.2026, 15:00
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Hotel gebucht, Anzahlung überwiesen – und plötzlich soll noch einmal bezahlt werden.

Die Österreichische Hotelvereinigung (ÖHV) warnt vor einer wachsenden Betrugswelle. Besonders tückisch: In den Nachrichten stimmen oft Name, Hotel und Reisedatum. Das Geld landet dennoch bei Kriminellen.

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Die Täter geben sich als Hotel oder Buchungsplattform aus. Über WhatsApp, SMS, E-Mail oder gefälschte Plattform-Chats verlangen sie eine weitere Anzahlung oder die Bestätigung von Kreditkartendaten. Auch angebliche Rückzahlungen dienen als Köder.

Immer mehr Hotels melden Vorfälle

Im April wurde ein Datenleck bei Booking.com bekannt. Ab Ende Juli folgten Angriffe auf IT-Dienstleister der Hotellerie. Im August meldeten 25 Hotels einen weiteren Vorfall bei der Datenschutzbehörde.

Derzeit locken Betrüger ihre Opfer laut ÖHV besonders häufig mit angeblichen Rückerstattungen wegen fehlerhafter Buchungen auf gefälschte Onlinebanking-Seiten. "Kein Hotel verlangt eine zweite Zahlung per WhatsApp, den CVV-Code oder den Banking-Login. Ein Moment der Unaufmerksamkeit, und das Geld ist weg!", warnt ÖHV-Generalsekretär Markus Gratzer.

Ein kurzer Anruf schützt

Vor einer neuerlichen Zahlung oder dem Öffnen eines Links sollten Gäste direkt beim Hotel nachfragen. Dafür sollte ausschließlich die Nummer auf der offiziellen Website oder in der ursprünglichen Buchungsbestätigung verwendet werden.

"Das dauert eine Minute und verhindert, dass Geld verschwindet, das monatelang gespart wurde", erklärt Gratzer. Misstrauen ist besonders dann angebracht, wenn mit einer schnellen Stornierung gedroht wird oder Kriminelle Kreditkartenprüfnummern, SMS-Codes und Zugangsdaten zum Onlinebanking verlangen.

Auch unbekannte Nummern, auffällige Mailadressen und geänderte Bankverbindungen sind Warnzeichen.

Wer bereits bezahlt oder Daten weitergegeben hat, sollte sofort die Bank kontaktieren, die Karte sperren und Anzeige erstatten.

Unterdessen prüft die EU-Kommission in einem förmlichen Verfahren, ob Booking.com ausreichend gegen gefälschte Unterkünfte und den Missbrauch von Gästedaten vorgeht.

Die ÖHV fordert zugleich von Hotels besser geschützte Zugänge, klare Warnungen an Gäste und rasches Handeln bei Verdachtsfällen.

tmw, 24.10.2026, 15:00
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