Im Moment leben rund 4,49 Millionen Katholiken in Österreich. Das geht aus der am Mittwoch veröffentlichten Kirchenstatistik 2025 der Österreichischen Bischofskonferenz hervor. Damit ist die Zahl wieder leicht zurückgegangen, bleibt aber insgesamt stabil.
Erfreulich für die Kirche: Die Zahl der Austritte sank bereits das dritte Jahr in Folge. Insgesamt kehrten 66.930 Menschen der Amtskirche den Rücken. 2024 waren es noch 71.531. Ein Jahr davor gab es 85.163 Austritte, 2022 sogar 90.975 – das Allzeit-Hoch.
Die Bischofskonferenz hat am Mittwoch aber auch die Finanz-Kennzahlen 2025 veröffentlicht. Demnach bleibt der Kirchenbeitrag die wichtigste Einnahmequelle. Er betrug im Vorjahr satte 552,2 Millionen Euro. Damit machte er 71,2 Prozent der Gesamteinnahmen aus. Das ist ein Anstieg gegenüber 2024, wo man sich "nur" über 539,4 Millionen Euro freuen durfte. Seit 2025 kann der Beitrag in allen Diözesen teilweise für bestimmte Bereiche oder Projekte zweckgewidmet werden.
Hauptgrund für den Rückgang der Katholikenzahl ist das Verhältnis von Taufen zu Sterbefällen und von Zuzügen und Wegzügen. 2025 wurden laut amtlicher Kirchenstatistik 5.449 Personen in die Kirche wieder oder neu aufgenommen. Das ist eine Steigerung gegenüber 2024, als sich die Zahl auf 5.154 Personen belief. Zudem gab es 359 Erwachsenentaufen.
Apropos Taufen: Bei diesen gab es 2025 einen Rückgang – konkret von 36.705 auf 35.259. Es wurden auch weniger katholische Ehen geschlossen, nämlich exakt 6.678 (2024: 7.537). Ebenfalls sinkende Zahlen gab es bei Erstkommunionen: Waren es 2024 noch 45.685, betrug die Zahl im Vorjahr 42.322. Es wurde auch weniger gefirmt. Die Zahl sank von 39.677 auf 38.955.
Den gegenteiligen Trend gab es bei katholischen Begräbnissen: Deren Zahl lag 2025 bei 47.995, ein Jahr davor waren es 47.353. Allerdings: 2022 und 2023 waren die Zahlen deutlich höher. Die "Kathpress" macht dafür auch den allgemeinen Rückgang der Sterbefälle in Österreich verantwortlich.