Fünf Jahre Klimaticket: Am 26. Oktober 2021 wurde die österreichweite Jahreskarte für Öffis eingeführt. Seither ist die Zahl der Haushalte mit einer Jahreskarte deutlich gestiegen. Allein in Niederösterreich besitzen mittlerweile 244.000 Haushalte mindestens eine Öffi-Jahreskarte. Das entspricht 32 Prozent und damit fast jedem dritten Haushalt.
Österreichweit haben bereits 1,67 Millionen Haushalte zumindest eine Jahreskarte für den öffentlichen Verkehr. Das sind rund 320.000 mehr als noch 2019/2020.
Wie viel Geld sich Pendler mit dem Klimaticket ersparen können, zeigt eine aktuelle Berechnung der Mobilitätsorganisation VCÖ. Besonders groß ist der Unterschied auf der Strecke zwischen Amstetten und St. Pölten.
Wer hier an 220 Arbeitstagen mit dem Auto pendelt, zahlt laut VCÖ durchschnittlich rund 4.300 Euro allein für Sprit. Das Klimaticket Region kostet hingegen nur einen Bruchteil davon. Die Ersparnis beträgt mehr als 3.700 Euro im Jahr.
"Die Ersparnis von mehr als 3.700 Euro entspricht bis zu zwei zusätzlichen Monatsgehältern", erklärt VCÖ-Expertin Klara Maria Schenk. Die Berechnungen vergleichen ausschließlich die Spritkosten mit dem jeweiligen Klimaticket. Weitere Autokosten wie Versicherung, Wartung oder Wertverlust sind dabei nicht berücksichtigt.
Im Bundesländervergleich liegt Wien mit 75 Prozent der Haushalte mit mindestens einer Öffi-Jahreskarte deutlich vorne. Dahinter folgen Salzburg und Tirol mit jeweils 36 Prozent. Niederösterreich erreicht 32 Prozent, während Kärnten mit 18 Prozent das Schlusslicht bildet.
Dass das Klimaticket viele Menschen zum Umsteigen bewegt, zeigt auch der aktuelle VCÖ-Bahntest. 61 Prozent der befragten Fahrgäste gaben an, im vergangenen Jahr auf einzelnen Strecken vom Auto auf die Bahn gewechselt zu sein. Für 70 Prozent davon war der Kauf eines Klimatickets ein sehr wichtiger Grund.
Zum fünften Geburtstag des Klimatickets fordert der VCÖ, dass die Jahreskarten weiterhin leistbar bleiben und das Öffi-Angebot weiter ausgebaut wird. Vor allem bessere Verbindungen und kürzere Reisezeiten sollen noch mehr Pendler zum Umsteigen bewegen.
Auch Unternehmen sollen mithelfen: Der VCÖ appelliert an Betriebe, ihren Beschäftigten steuerbegünstigte Öffi-Jobtickets anzubieten. Damit könnte die tägliche Fahrt zur Arbeit noch günstiger werden.
Denn gerade bei hohen Spritpreisen kann sich der Umstieg lohnen. Voraussetzung ist allerdings, dass Bus und Bahn auch dann fahren, wenn die Pendler sie tatsächlich brauchen.