FPÖ attackiert Babler

Nach Kokainvorwürfen: "Drogentests für ORF-Manager"

Rund um den ORF häufen sich Vorwürfe zu Drogenkonsum und Entschädigungsforderungen, die Führung steht zunehmend unter Druck.
Newsdesk Heute
18.04.2026, 12:42
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Der ORF kommt einfach nicht zur Ruhe: Die Causa Roland Weißmann sorgt beim Öffentlich-Rechtlichen weiterhin für Aufsehen. Der ehemalige Generaldirektor klagt seinen früheren Arbeitgeber auf rund vier Millionen Entschädigung – und nun werden auch noch neue Vorwürfe bekannt.

So sollen Mitarbeiter von Mobbing, Bossing und verbalen sexuellen Übergriffen berichtet haben. Außerdem machen Gerüchte über Drogenmissbrauch und K.O.-Tropfen bei Weihnachtsfeiern die Runde ("Heute" hat berichtet). FPÖ-Generalsekretär und Mediensprecher Christian Hafenecker fordert nun die ORF-Führung und vor allem den politisch verantwortlichen Medienminister Andreas Babler (SPÖ) zum Handeln auf.

"Alle, die beim ORF arbeiten, werden de facto von den Zwangsgebühren der Österreicher bezahlt. Der ORF hat daher eine besondere Verantwortung. Es darf nicht sein, dass hier womöglich Kokainnetzwerke gepflegt werden und niemand unternimmt etwas. Laut Medienberichten werden gegen rund zwei Handvoll führender ORF-Mitarbeiter entsprechende Vorwürfe erhoben. Es handelt sich also allem Anschein nach nicht um einen Einzelfall, sondern um ein gröberes Problem", so Hafenecker, der nachlegt: "'Schneemänner' sind nur im Winter lustig – hier hört sich jeder Spaß auf".

Der freiheitliche Mediensprecher fordert deshalb Drogentests für ORF-Manager: "Rekruten beim Bundesheer werden beim Einrücken sowie anlassbezogen, etwa vor der Führerscheinausbildung oder bei Diensten im Sanitätsbereich, mittels Urintests überprüft. Das kann ich mir durchaus auch für hochbezahlte ORF-Manager vorstellen."

Dass es rund um den ORF immer wieder Kokainvorwürfe gibt, zeige auch ein Blick ins Archiv, so Hafenecker. Schon in den 1990er-Jahren wurde berichtet, dass der Konsum am Küniglberg überhandgenommen habe.

Jetzt tauchen diese Gerüchte wieder auf. Es geht dabei nicht nur um Konsum, sondern angeblich auch um Verkauf.

"Hier darf man nicht einfach zur Tagesordnung übergehen. Angesichts der vielen Fehlentwicklungen im ORF ist es höchste Zeit, aufzuräumen und einen Staatsfunk zu etablieren, wie ihn die Österreicher verdienen: politisch unabhängig und schlank", so der FPÖ-Generalsekretär.

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