Tierische Warnung

Lebensgefahr! Algenblüte in der Triesting nachgewiesen

Passt auf eure Hunde im Raum Baden auf, denn in der Triesting wurden kürzlich potenziell gefährliche Algenblüten nachgewiesen.
Heute Tierisch
20.07.2026, 10:38
Hör dir den Artikel an:
00:00 / 02:45
1X
BotTalk
Loading...
Angemeldet als Hier findest du deine letzten Kommentare
Alle Kommentare
Meine Kommentare
Sortieren nach:

Kommentare neu laden
Nach oben

Hundebesitzer im Bezirk Baden müssen derzeit besonders vorsichtig sein: In der Triesting wurde starkes Algenwachstum festgestellt. Gemeinden warnen davor, betroffene Gewässerabschnitte zu betreten. Vor allem für Hunde kann der Kontakt mit Blaualgen lebensgefährlich werden.

Die hohen Temperaturen sorgen derzeit für eine starke Algenblüte in der Triesting. Betroffen sind Bereiche im Raum Baden und im Triestingtal. Die Gemeinde Schönau an der Triesting veröffentlichte am 14. Juli eine entsprechende Warnung und rät dringend davon ab, in Gewässerabschnitten mit deutlich sichtbarem Algenwachstum oder unmittelbar flussabwärts davon zu baden. Auch die Gemeinde Trumau warnt vor dem Kontakt mit dem Wasser.

"Heute" auf Google als bevorzugte Quelle festlegen

Warnung:

Besondere Vorsicht gilt für Hundebesitzer: Die Vierbeiner sollten derzeit weder in verdächtigen Bereichen der Triesting schwimmen, noch daraus trinken.

Das Problem: Gefährliche Arten sind für Laien kaum eindeutig von harmlosen Algen zu unterscheiden. Blaualgen müssen außerdem nicht zwingend blau oder grün aussehen. Sie können auch gelbliche, rötliche, violette oder bräunliche Verfärbungen verursachen.

Größte Gefahr sind "Cyanobakterien"

Bei sogenannten Blaualgen handelt es sich genau genommen um Cyanobakterien. Einige Arten können hochgiftige Stoffe bilden, weshalb Hunde besonders gefährdet sind, weil sie beim Schwimmen Wasser schlucken oder generell aus Gewässern trinken. Auch das Fell abzulecken, kann lebensgefährlich werden.

Nach Angaben der Österreichischen Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit können die Giftstoffe für Hunde sogar tödlich sein. Eine Gefahr besteht auch durch Algenfladen, Schlamm und bereits verrottendes Material am Ufer. (AGES)

Auf folgende Warnzeichen achten:

- grüne oder bläuliche Schlieren auf dem Wasser;

- eine starke Trübung oder Verfärbung;

- schaumige beziehungsweise flockige Beläge;

- schleimige Algenmatten an Steinen und Pflanzen;

- auffällige Ansammlungen am Ufer;

- ein unangenehmer oder modriger Geruch;

Für Hundehalter gilt: Im Zweifel den Vierbeiner an die Leine nehmen und großräumig vom Wasser fernhalten. Auch Stöcke, Steine oder Spielzeug aus dem betroffenen Gewässer dürfen nicht apportiert werden.

Vergiftungssymptome:

Nach dem Kontakt mit belastetem Wasser können unter anderem Erbrechen, Durchfall, starkes speicheln, Schwäche, Zittern, Orientierungslosigkeit, Krämpfe, Atemprobleme, Kollaps oder Lähmungserscheinungen auftreten. Cyanobakterien können Giftstoffe bilden, die das Nervensystem oder die Leber schwer schädigen.

Zeigt ein Hund nach einem Aufenthalt an der Triesting auffällige Symptome, zählt jede Minute: Das Tier muss sofort zu einem Tierarzt oder in die nächste Tierklinik gebracht werden. Dabei sollte ausdrücklich erwähnt werden, dass möglicherweise Kontakt mit Blaualgen beziehungsweise belastetem Wasser bestanden hat.

Die gefährlichen Cyanobakterien dürfen keineswegs unterschätzt werden:

Nach Kontakt mit verdächtigem Wasser:

Hat der Hund lediglich im verdächtigen Wasser gebadet, sollte er möglichst rasch mit sauberem Leitungswasser gründlich abgespült werden. Dabei Handschuhe tragen und verhindern, dass der Hund sein Fell ableckt.

Hat das Tier Wasser getrunken, Algen gefressen oder treten bereits Beschwerden auf, darf nicht auf eine Verschlechterung gewartet werden. Betroffene sollten unverzüglich tierärztliche Hilfe holen und keine Hausmittel anwenden oder eigenständig Erbrechen auslösen.

Bis zur Entwarnung sollten Hunde die betroffenen Abschnitte der Triesting vollständig meiden. Für eine Abkühlung unterwegs empfiehlt es sich, ausreichend frisches Trinkwasser mitzunehmen und auf sichere Alternativen auszuweichen.

{title && {title} } red, {title && {title} } 20.07.2026, 10:38