Mädchen-Mord – vor Pizzeria klickten die Handschellen

Auf diesem Straßenabschnitt am Alsergrund wurde der Tatverdächtigte festgenommen.
Auf diesem Straßenabschnitt am Alsergrund wurde der Tatverdächtigte festgenommen.Denise Auer
Montagnachmittag wurde der 18-jährige Tatverdächtige am Alsergrund festgenommen. Bei einem "Heute"-Lokalaugenschein will niemand etwas gesehen haben. 

Nachdem am Samstag in der Wiener Donaustadt auf einer Grünfläche ein 13-jähriges Mädchen tot aufgefunden worden ist, hat die Wiener Polizei am Montag zwei dringend tatverdächtige Afghanen im Alter von 16 und 18 Jahren festgenommen. Der Ältere der beiden wurde am frühen Montagnachmittag in unmittelbarer Nähe zur Rossauer Kaserne vor einer Pizzeria gefasst.

Der Zugriff erfolgte offenbar um 15.00 Uhr in der Schlickgasse 5 in Wien-Alsergrund. Bei der Pizzeria im Gebäude will man von der Aktion am Montag nichts mitbekommen haben. "Um diese Uhrzeit haben wir geschlossen – wir sperren erst um 17 Uhr wieder auf. Vielleicht saß er einfach im Garten oder wartete nur auf die Straßenbahn", erklärt der Restaurant-Chef beim Lokalaugenschein von "Heute" .

Umgebung bekam nichts mit

"Heute"  hörte sich auch bei Lokalbesitzern, Kellnern, Anrainern und Shop-Angestellten im hippen Servitenviertel um. Die Verhaftung des mehrfach vorbestraften Ex-Häftlings dürfte ziemlich ruhig verlaufen sein, denn keiner der Befragten hat, obwohl sie zu dem Zeitpunkt der Festnahme vor Ort waren, den Polizei-Einsatz wahrgenommen (s. Video unten)

Laut Polizeipräsident Gerhard Pürstl dürfte die 13-Jährige mit den beiden verdächtigen Afghanen bekannt gewesen sein. Die Ermittlungen wiesen zudem darauf hin, dass dem Mädchen vermutlich Drogen verabreicht worden sind, "mit dem Ziel, sie gefügig zu machen." Zudem dürfte es zu "schweren strafbaren Handlungen gegen die sexuelle Integrität" gekommen sein.

Die genauen Todesumstände sind noch unklar und Gegenstand der polizeilichen Ermittlungen. Der Hinweis kam offenbar von einem Asylwerber aus Syrien, der von dem 18-jährigen Verdächtigen Täterwissen vermittelt bekommen habe. Ob es Mittäter gegeben hat, steht derzeit noch nicht fest.

Bundeskanzler Kurz schockiert

Bundeskanzler Sebastian Kurz hat sich mittlerweile ebenfalls zu der Bluttat in Wien geäußert und zeigte sich nach dem gewaltsamen Tod des Mädchens betroffen. Es sei "untragbar, dass Menschen zu uns kommen, angeben, dass sie nach Schutz suchen, und dann grausame, barbarische Verbrechen begehen".

In seinem Statement stellte der VP-Chef dabei unmissverständlich klar, dass es einen Abschiebe-Stopp nach Afghanistan oder eine Aufweichung von Asylgesetzen gegenüber straffällig gewordenen Asylwerbern mit ihm "definitiv niemals geben" werde.

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