"Barbarisches Verbrechen an Mädchen macht mich wütend"

Kanzler Sebastian Kurz hat sich nach dem Mord an einem Mädchen (13) in Wien zur Bluttat geäußert und von eine "grausamen Tat" gesprochen.

Bundeskanzler Sebastian Kurz trat am Dienstagnachmittag vor die versammelte Presse und äußerte sich zum Mord an der 13-jährigen Leonie. "Es ist ein ganz grausame Tat und ein ganz barbarisches Verbrechen", so Kurz. Das kleine Mädchen sei unter Drogen gesetzt, von mehreren Männern vergewaltigt, getötet und dann "wie eine Sache" abgelegt worden.

"Ich spreche nicht nur für mich, sondern für das ganze Land, wenn ich sage dass unser tiefes Mitgefühl der Familie des Mädchens gilt", so Österreichs Regierungschef weiter. Niemand von der Bevölkerung könnte sich auch nur im Entferntesten ausmalen, "welche unvorstellbaren Qualen die Eltern und die ganze Familie gerade durchmachen müssen."

"Diese Tat macht mich aber nicht nur betroffen, sondern auch extrem wütend", stellt der 34-Jährige klar. Und weiter: "Denn ich halte es für untragbar, dass Menschen zu uns kommen, angeben, dass sie nach Schutz suchen und dann in Österreich grausame, barbarische Verbrechen begehen", so Kurz.

"Das halte ich für unerträglich und unangebracht"

Und auch ein weiterer Punkt stößt dem 34-Jährigen sauer auf. "Dass heute wenige Stunden, nachdem die Fakten bekanntgeworden sind, sofort hinterfragt worden ist, ob die Eltern eine Mitverantwortung tragen, weil das Mädchen alleine war und gleichzeitig in den Raum gestellt worden ist, dass die Täter vielleicht traumatisiert waren, dass sie diese Tat begangen haben, das ist für mich nicht nur falsch verstandene Toleranz, sondern das ist eine Täter-Opfer-Umkehr, die ich für unerträglich und extrem unangebracht halte", stellte der Kanzler in seinem Statement weiter klar.

Kurz gab in seiner Stellungnahme auch ein Versprechen ab: "Wir werden alles dafür tun, dass die Täter mit voller Härte des Gesetzes bestraft werden und politisch bedeutet das für mich auch, dass wir weiterhin unsere konsequente Linie fortsetzen werden." Mit ihm werde es einen Abschiebestopp nach Afghanistan oder eine Aufweichung von Asylgesetzen gegenüber straffällig gewordenen Asylwerbern "definitiv nicht geben".

Im Gegenteil! Es brauche ein konsequentes Vorgehen gegenüber Straftätern, gegenüber Menschen, die Gewaltverbrechen in Österreich begehen, "insbesondere, wenn sie sich gegen Frauen und Kinder richten. Wir werden hier sicher nicht zur Tagesordnung übergehen und ich werde mich entschieden gegen jede Form der Opfer-Täter-Umkehr unter falsch verstandener Toleranz stellen."

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