In den USA sorgt ein massiver Wintersturm für Chaos: Mehr als 600.000 Menschen sind ohne Strom, außerdem kommt der Verkehr vielerorts nur noch eingeschränkt voran. Besonders betroffen waren am Sonntagmorgen (Ortszeit) die Bundesstaaten Tennessee, Texas, Mississippi und Louisiana.
Der Sturm zieht seit Samstag über weite Teile der USA. Heimatschutzministerin Kristi Noem hatte im Vorfeld vor einem "historischen Wintersturm" gewarnt.
Nach Angaben der Website "poweroutage.us" waren 160.000 Haushalte am Samstagabend ohne Strom, 50.000 davon in Texas und im benachbarten Louisiana. In vielen Städten wurden Wärmestuben für Wohnungslose geöffnet.
In zahlreichen Bundesstaaten im Südwesten und Zentrum der USA lag am Sonntag eine hohe Schneedecke, Straßen und Schienen waren vereist. Der Nationale Wetterdienst warnte: "Die Auswirkungen von Schnee und Schneeregen werden bis weit in die nächste Woche hinein anhalten, wobei es immer wieder zu Vereisungen kommen wird".
Im gesamten Zentrum der USA fiel Schnee. Laut NWS lag dieser am Samstagabend stellenweise bereits 20 Zentimeter hoch. US-Verkehrsminister Sean Duffy teilte mit, dass bis zu 240 Millionen US-Bürger von dem Sturm betroffen sein könnten.
Die erwartete Kälte könne "absolut tödlich" sein, warnt New Yorks Gouverneurin. In Minnesota und North Dakota könnten die Temperaturen laut Wetterdienst auf bis zu minus 45 Grad Celsius fallen.
Auch der Flugverkehr war stark betroffen: Laut der Website FlightAware wurden allein am Samstag 4.000 Flüge gestrichen. Mindestens 20 Bundesstaaten und die US-Hauptstadt Washington haben den Notstand ausgerufen.
US-Präsident Donald Trump erklärte in seinem Onlinedienst Truth Social: "Wir werden die Lage weiterhin beobachten und mit allen Bundesstaaten, die von dem Sturm betroffen sind, in Kontakt bleiben. Bleiben Sie sicher und bleiben Sie warm".
Heimatschutzministerin Kristi Noem rief die Bevölkerung auf, nach Möglichkeit zu Hause zu bleiben, sich um Familienangehörige zu kümmern, nach den Nachbarn zu sehen und weiterhin mit den örtlichen Behörden zusammenzuarbeiten.