Schadstoff-Skandal

Nach Gift-Alarm – jetzt reagiert der Handel

Nach dem Gift-Skandal um Kinder-Tattoos reagieren die ersten Händler. Bipa, dm, Thalia und Temu nehmen die beanstandeten Produkte aus dem Verkauf.
Team Wirtschaft
27.07.2026, 12:29
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Der alarmierende Chemikalien-Test von Greenpeace Österreich und der Arbeiterkammer Oberösterreich zeigt erste Folgen: Bipa, Thalia, dm und Temu haben laut Greenpeace den Verkauf der beanstandeten Klebetattoos für Kinder gestoppt.

"Es ist wichtig und richtig, dass einige Händler die Belastungen ernst nehmen und die Tattoos rasch aus den Regalen nehmen. Kinderhaut braucht konsequenten Schutz vor gefährlichen Chemikalien", sagt Madeleine Drescher, Konsumexpertin bei Greenpeace Österreich.

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Bei Müller, Amazon und Shein sind die getesteten Produkte nach Angaben der NGO zwar derzeit nicht mehr online auffindbar. Eine Stellungnahme oder Bestätigung, dass die Produkte dauerhaft ausgelistet wurden, liege Greenpeace jedoch bisher nicht vor.

13 von 15 Produkten belastet

Im Test wurden 15 Klebetattoos für Kinder untersucht. Laut Greenpeace enthielten 13 Proben problematische Chemikalien. Insgesamt seien 31 bedenkliche Stoffe nachgewiesen worden, darunter PFAS, Schwermetalle und verbotene Weichmacher.

Besonders rasch hätten Bipa, Thalia, dm und Temu reagiert und die betroffenen Produkte aus dem Sortiment genommen. Laut Greenpeace können Kundinnen und Kunden die getesteten Tattoos bei Bipa auch ohne Kassabon zurückgeben.

Greenpeace fordert strengere Regeln

Greenpeace sieht mit den Auslistungen zwar einen ersten Erfolg, fordert aber weitere Maßnahmen. Die Organisation verlangt einen Verkaufsstopp aller belasteten Klebetattoos sowie strengere gesetzliche Vorgaben für problematische Chemikalien.

"Jetzt müssen auch die restlichen Händler die belasteten Tattoos aus den Sortimenten und den Schutz unserer Kinder ernst nehmen", so Drescher.

Derzeitige Vorgaben reichen nicht aus

Außerdem fordert Greenpeace den für Chemikalien zuständigen Minister Norbert Totschnig auf, sich auf EU-Ebene für strengere Chemikalienregeln und ein umfassendes PFAS-Verbot einzusetzen. Nach Ansicht der Umweltschutzorganisation reichen die derzeitigen gesetzlichen Vorgaben nicht aus, um Kinder ausreichend vor gefährlichen Chemikalien zu schützen.

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