Nachbarn über Verdächtigen (18): "Nur Ärger mit ihm"

In der Wohnung des 18-jährigen Afghanen dürfte Leonie (13) gestorben sein. Nachbarn berichten von Lärm, vielen jungen Mädchen und reichlich Drogen.

In einem großen Gemeindebau in der Erzherzog-Karl-Straße in Wien-Donaustadt lebte bis zuletzt der im Jahr 2015 nach Österreich gekommene Afghane (damals 12 Jahre alt). Bereits in zarten Jugendjahren wurde der heute 18-Jährige straffällig, wurde bis dato elf Mal angezeigt - auch wurde er zu zehn Monaten Haft verurteilt, kam aber nach nur zwei Monaten auf Bewährung frei - mehr dazu hier.

"Da gingen ständig junge Mädchen ein und aus in der Wohnung des Verdächtigen", erzählt ein Nachbar.

Viele Nachbarn hoffen jetzt, dass endlich Ruhe in und rund um die 3er-Stiege des Gemeindebaus einkehrt. Die Nachbarn des 18-Jährigen, Gökhan C. (38) und Seyed M, erzählen: „Da waren oft drei bis vier Kollegen in der Wohnung. Es war unordentlich, viel Sperrmüll, im Hof lag sogar ein Teppich herum. Der Wohnungsbesitzer dealte recht ungeniert. Viele junge Mädchen gingen dort ein und aus. Und es war oft laut, einmal zerbrach eine Fensterscheibe."

"Drogenkunden läuteten an"

Ein Gemeindebaubewohner ergänzt: „Viele Drogenkunden läuteten sogar bei mir an und wollten Suchtgift kaufen. Das nervt natürlich auf Dauer." Der 38-Jährige hatte am Montagabend sogar die Polizei gerufen, führte die Beamten schließlich in die Wohnung des Verdächtigen. "Ich habe schließlich selbst eine neunjährige Tochter", sagt der Mieter aus dem Bau.

"Der war doch nie 18"

Auch Seyed M. weiß nicht viel Positives zu berichten: „Ich sah erst am Freitag ein Mädchen am Fenster sitzen.“ Die Nachbarn sprachen, sofern der Sprache mächtig, persisch mit den Afghanen. Übrigens sind beide Nachbarn überzeugt: „Der war nie 18 Jahre! Einer schätzt den Tatverdächtigen auf 28 Jahre, der andere Nachbar gar auf 36 Jahre. Möglich, dass die Behörde im Falle einer Anklage das Alter der Verdächtigen prüfen lässt.

Die Einvernahmen der beiden Verdächtigen mit einem Dolmetsch-Profi laufen, auch weitere Mittäter sind nicht auszuschließen. Das Duo (18-jähriger Wohnungsmieter, 16-Jähriger Freund) dürfte die leblose Leonie (13) am Samstagmorgen rund 100 Meter zu einem Baum geschleppt und dort einfach angelehnt haben. Kurz darauf machten Passanten die grauenvolle Entdeckung - mehr dazu hier.

Entscheidender Tipp

Übrigens: Ein Zeuge aus dem Umfeld des 18-Jährigen, ein Asylwerber, hatte mit dem 18-Jährigen über den Fall gesprochen und in der Folge Täterwissen. Der Asylwerber kontaktierte schließlich die Polizei und brachte die Kripo auf die richtige Spur.

Für die beiden Verdächtigen gilt die Unschuldsvermutung.

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