Ab 1. Jänner 2026

Neuer Kosten-Hammer! Für einige wird es aber BILLIGER

Die neuen Strom- und Gasnetzentgelte für 2026 sind fix. Durchschnittlich wird alles teurer, doch einige Bundesländer können sich freuen!
Newsdesk Heute
19.12.2025, 12:28
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Die Strom- und Gasnetzentgelte ziehen 2026 im Österreichschnitt wieder deutlich an. Allerdings nicht überall. Dank der teils extremen regionalen Unterschiede werden die Netzkosten beim Strom in manchen Bundesländern sogar billiger!

Gas

Im Österreichschnitt beläuft sich die Erhöhung für Haushaltskunden auf 18,2 Prozent. "Werden die gesamten Kosten für Energie und Steuern mitbetrachtet, reduziert sich die Erhöhung auf rund 6 Prozent der Gesamtsumme", so die zuständige E-Control. Demnach geht es dabei um etwa um durchschnittlich 5 Euro Mehrkosten im Monat bei einem angenommenen Jahresverbrauch von 15.000 kWh.

Am stärksten steigen die Netzentgelte bei Gas in Kärnten mit einem Plus von 35 Prozent. Am geringsten ist der Anstieg in Oberösterreich mit 6,5 Prozent. Inklusive Umsatzsteuer bedeutet das bei den Musterhaushalten Mehrkosten zwischen 28,73 Euro (OÖ) und 142,18 Euro (Ktn.) im Jahr.

Der frühere E-Control-Chef Walter Boltz erklärt im ORF-Radio Ö1 die Hintergründe: "Die Gas-Netzkosten steigen vor allem, weil sich die Absatzmengen reduziert haben. Und weil Erlöse aus dem Transit, die es in der Vergangenheit für russisches Gas gegeben hat, jetzt wegfallen."

Die Unterschiede zwischen den Bundesländern sind dadurch erklärbar, dass es wegen des Ausstiegs aus Gasheizungen teils immer weniger Kunden gibt – das Netz muss aber dennoch aufrechterhalten werden. Die Kosten verteilen sich also auf weniger Kunden.

"Um die Kosten des Gasnetzes zu senken, ist es nun das Ziel, die Redimensionierung des Gasnetzes möglichst zügig voranzutreiben. Gesetzliche Änderungen sind hierbei allerdings erforderlich", so die E-Control dazu.

Strom

Beim Strom sieht es komplett anders aus. Mit 1. Jänner 2026 kommt es im Österreichschnitt nur zu einer marginalen Kostensteigerung von 1,1 Prozent. Geht man aber in die Bundesländer, könnte das Bild nicht unterschiedlicher sein.

Während in Salzburg die Netzkosten sogar um 9,1 Prozent sinken, steigen sie im Burgenland um 16,1 Prozent an. In Vorarlberg, Kärnten, Wien und der Steiermark sinken die Netzentgelte leicht.

Die deutliche Steigerung auf der "Sonnenseite Österreichs" ergibt sich laut E-Control aus sehr hohen Investitionen ohne gleichzeigte Mehrabgaben: "Insbesondere der von Einspeisern selbsterzeugte Strom führt dazu, dass weniger aus dem Netz entnommen wird und damit die Verteilungsmenge sinkt."

Boltz sprich im ORF sogar von einer beginnenden "Entsolidarisierung" der Netzkosten durch die hohe Zahl privater Photovoltaik-Anlagen: "Jeder, der sich eine PV-Anlage vielleicht plus Batterie leisten kann, zahlt deutlich weniger. Für den Rest der Kunden heißt das höhere Kosten."

Weitere Änderungen

Neben der laufenden Aktualisierung der Entgelte gibt es auch zwei weitere wesentliche Änderungen.

Einerseits soll der Verbrauch im Sommer zu Zeiten, wo viel Sonnenstrom ins Netz einspeist wird, bevorzugt werden. Dazu wird es einen sogenannten Sommer-Sonnentarif geben, der von 10.00 bis 16.00 Uhr gilt.

Weiters soll es für Großkunden einen Anreiz geben, Flexibilität beim Verbrauch dem Netzbetreiber anzubieten, um die Netzlast stabiler zu halten.

"Hintergrund für beides ist der Versuch, Verbrauch und Erzeugung besser aneinander anzugleichen und damit eventuell künftig den Netzausbau durch netzdienliches Verhalten etwas verringern zu können", erläutert die E-Control.

{title && {title} } red, {title && {title} } 19.12.2025, 12:28
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