Österreich sagt der Bürokratie den Kampf an – und zwar so umfassend wie noch nie: Mit einem 113-Punkte-Paket will die Bundesregierung Milliardenkosten für Unternehmen senken, Bürger entlasten und Behörden modernisieren.
Die Regierung will dabei unter anderem das "Digitale Konsulat" ausbauen – ein Projekt, das vor allem den rund 600.000 Auslandsösterreichern zugutekommt. Ziel ist eine sichere und einheitliche Plattform, über die Reisepässe künftig digital beantragt werden können.
Statt Papierformularen, persönlichen Vorsprachen und langen Amtswegen sollen die Anträge online, effizient und datenschutzkonform abgewickelt werden – ganz ohne Zusatzkosten für das Budget.
Laut der Bundesregierung sei es das Ziel eine einheitliche, sichere und datenschutzkonforme digitale Plattform zu schaffen, um die konsularischen Tätigkeiten effizienter erledigen zu können.
Außerdem sollen die existierenden Prozesse im Konsulatsbereich optimiert und über den gesamten Verwaltungsprozess höchstmöglich digitalisiert werden, ohne das Budget zusätzlich zu belasten.
Die Bürger sollen qualitativ hochwertige, aber ebenso schnelle und effiziente Dienstleistungen in einem sicheren Rahmen erhalten. Der Prozess zur Beantragung eines Reisepasses an einer österreichischen Botschaft soll erleichtert werden.
Bisher sind dazu persönliche Termine, die Abgabe physischer Originaldokumente sowie eine manuelle Bearbeitung nötig. Das soll zukünftig weitgehend digital, unbürokratisch und dadurch erheblich beschleunigt werden.
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Beim Antrag auf einen neuen Reisepass muss man zudem auch nicht mehr jedes Mal die Originaldokumente vorzeigen, wenn die Unterlagen bereits digital vorliegen.
Mit den gesetzten Maßnahmen der Entbürokratisierung möchte die Regierung die Behördenkontakte der Bürger in Österreich so einfach und unproblematisch wie möglich gestalten.