Die Bundesregierung hat sich dem Kampf der Entbürokratisierung verschrieben. Am Mittwoch, knapp elf Monate nach der Angelobung, präsentieren Vertreter der Dreierkoalition erste konkrete Maßnahmen. Wie von "Heute" berichtet, sollen die geplanten Maßnahmen Erleichterungen für Betroffene bringen – etwa beim Pickerl oder Reisepass.
In einem Dokument, das "Heute" vorliegt, listet die Bundesregierung insgesamt 113 Punkte auf, anhand derer der Staat verschlankt werden soll. Dabei geht es um organisatorische Erleichterungen und solche, die den Aufwand, etwa bei der Dokumentation deutlich einschränken sollen.
Einige der Punkte betreffen das von Christoph Wiederkehr (NEOS) geführte Bildungsministerium. Ein Punkt in dem Dokument widmet sich der Modernisierung der IT-Schulverwaltung. So solle der "Verwaltungsaufwand nachhaltig" reduziert werden.
Konkret heißt es: "Durch die umfassende Weiterentwicklung der digitalen Verwaltungssysteme an Schulen werden Arbeitsabläufe entscheidend vereinfacht und Lehrkräfte sowie Schulleitungen spürbar von Routineaufgaben entlastet."
In einem weiteren Punkt kündigt das Bildungsministerium an, die Eigenverantwortung der Schulen zu stärken. Insgesamt solle das "Ressourcenmanagement und der Personaleinsatz an Schulen flexibler und transparenter" gestaltet werden, heißt es.
Die Einführung moderner Instrumente im Rahmen der Personalbewirtschaftung ermögliche "eine noch bedarfsgerechtere Verteilung der verfügbaren Kräfte." Die Schulen würden bei der Umsetzung begleitet und unterstützt, im Rahmen der Kompetenzaufteilung werde das Einvernehmen mit den Bundesländern hergestellt, heißt es.
Außerdem nimmt sich die Regierung vor, die Förderdokumentation und den Berichtsaufwand "wirksam" zu reduzieren. "Durch den gezielten Abbau doppelter Dokumentationspflichten, insbesondere im Bereich der Förderdokumentation, entsteht für das pädagogische Personal mehr Zeit für die direkte Arbeit mit den Schülerinnen und Schülern", verspricht die Koalition.
Durch die Reduktion auf notwendige Testungen und die technische Modernisierung der Abläufe soll der Prüfungsaufwand sowohl für Lehrpersonen als auch für Schülerinnen und Schüler spürbar verringert werden.
Vereinfacht werden sollen an anderer Stelle etwa auch die Nostrifizierungsverfahren an Hochschulen, etwa für Gesundheitsberufe. Hierfür soll auch künstliche Intelligenz herangezogen werden.