Reformen notwendig

Wiederkehr: "Schule bereitet nicht aufs Leben vor"

Bildungsminister Christoph Wiederkehr (Neos) ortet Probleme im Bildungssystem. Mit seinem "Plan Z" kündigte der Minister nun Reformen an.
Newsdesk Heute
13.11.2025, 12:51
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Am Donnerstag hat Bildungsminister Christoph Wiederkehr in einer Grundsatzrede seine Vision für das zukünftige Bildungssystem Österreichs vorgestellt. Dabei stellte der Minister klar, dass Reformen dringend notwendig sind.

"Schule bereitet nicht aufs Leben vor", so das düstere Urteil des Neos-Politikers zum bestehenden Bildungssystem. Geändert werden soll dies durch den sogenannten "Plan Z". Damit soll die Pädagogik auf einen Standard gebracht werden, der den Anforderungen des 21. Jahrhunderts gerecht wird.

Junge Menschen auf Leben vorbereiten

Der Plan soll bereits im Kindergarten beginnen und von Volksschule bis Mittelschule, über Gymnasium bis hin zu berufsbildenden Schulen reichen. Auch die Ausbildung von Lehrpersonal soll so reformiert werden. Laut dem Bildungsminister würden wir uns in einer "Transformation von einer Wissens- zu einer Kompetenzgesellschaft" befinden. Hier sei die Fähigkeit, sich ständig anzupassen, entscheidend, nicht Wissen alleine.

Laut dem Minister würden durch Polarisierung in den sozialen Medien, durch künstliche Intelligenz und durch eine gespaltene Gesellschaft große Herausforderungen bestehen. Bildung müsse hier das Ziel haben, dass junge Menschen lernen, das eigene Leben selbstbestimmt zu führen, Verantwortung in der Gesellschaft zu übernehmen und für den eigenen Lebensunterhalt zu sorgen. Dies würde die Schule derzeit noch nicht leisten.

Das ist Wiederkehrs Plan

Alleine deswegen schon müsse man weg von einem überholten System und hin auf die Überholspur. Auswendiglernen müsse durch Problemlösen und das Erlernen sozialer Kompetenzen ersetzt werden. Obwohl man in der Vergangenheit bereits einige Projekte sowie die Aufstockung von Deutschförderpersonal durchgeführt hat, reiche die Aufholjagd derzeit nicht, so der Bildungsminister.

"Mein Ziel ist es, dass Schülerinnen und Schüler die Schule verlassen und sagen können: Ja, ich fühle mich auf das Leben gut vorbereitet. Dafür gibt es viel zu tun." Mit seinem Zukunftsplan soll daher nun ein echter Umbau des Bildungssystems stattfinden. Im Mittelpunkt des Plans stehen Antworten auf zahlreiche Grundsatzfragen, die in weiterer Folge einen Umsetzungspfad für die Bildung unserer Zeit bilden sollen.

So soll etwa die Einführung eines zweiten verpflichtenden Kindergartenjahrs stattfinden, um Sprachdefiziten entgegenzuwirken. Zudem soll die pädagogische Ausbildung sowie der Lehrplan reformiert werden. Des Weiteren sollen Schulen mehr Autonomie erhalten. Fokus soll auch auf den Umgang mit Innovationen gelegt werden. Vorgelegt werden soll der genaue "Plan Z" dann im ersten Quartal 2026. Anschließend soll die Umsetzung folgen.

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