"Um das Doppelte gestiegen"

Preis steigt: So viel teurer wird der Christbaum heuer

Bis zu zehn Prozent mehr für den Christbaum: Warum die Preise heuer steigen, wo es günstiger ist und weshalb Plastik keine Alternative ist.
13.10.2026, 07:35
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In wenigen Wochen startet der Christbaumverkauf – und für den Baum fürs Weihnachtsfest müssen die Österreicher heuer voraussichtlich etwas tiefer in die Tasche greifen. Steigende Transport-, Treibstoff- und Lohnkosten setzen die Produzenten unter Druck. Die gute Nachricht: Eine massive Preisexplosion dürfte ausbleiben.

"Pauschal kann man es nicht sagen, aber ich schätze je nach Verkäufer zwischen fünf und maximal zehn Prozent", erklärt Josef Reithner, Obmann der ARGE NÖ Christbaum- und Schmuckreisigproduzenten, im "Heute"-Gespräch. Wie stark sich das im Geldbörserl bemerkbar macht, hängt allerdings davon ab, wo der Baum gekauft wird und wie groß er ist.

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Warum die Preise jetzt anziehen

Die Betriebe kämpfen mit deutlich höheren Ausgaben. "Teilweise sind die Ausgaben um das Doppelte gestiegen", sagt Reithner mit Blick auf Transport, Löhne, Treibstoff für Maschinen und Ersatzteile. Diese Mehrkosten müssten in die Kalkulation einfließen.

„Teilweise sind die Ausgaben um das Doppelte gestiegen.“

Vor allem bei größeren Anbietern könnten die Preisanpassungen deshalb stärker ausfallen. "Vor allem aufgrund der Transportkosten." Bei privaten Verkäufern dürfte der Aufschlag hingegen kaum auffallen.

Wer selbst sägt, spart Geld

Wer beim Christbaumkauf sparen möchte, kann direkt beim Produzenten fündig werden. Besonders günstig kann es sein, den Baum selbst auszusuchen und – sofern angeboten und erlaubt – selbst zu schneiden. So lassen sich Kosten für zusätzliche Dienstleistungen und den Transport zum Verkaufsstand vermeiden.

Wichtig: Nicht überall ist das Selbstschneiden möglich. Am besten informiert man sich vorab beim jeweiligen Betrieb über Preise, Auswahl und Bedingungen.

Plastikbaum? Nicht automatisch die bessere Wahl

Trotz höherer Preise will die Branche den Naturbaum nicht aus dem Rennen verlieren. "Wir dürfen auch nicht zu teuer werden, weil wir den Plastikbaum nicht forcieren wollen", betont Reithner.

„Wollen den Plastikbaum nicht forcieren.“

Auch aus Umweltsicht ist der künstliche Baum nicht automatisch die bessere Wahl. Je nach Herkunft, Herstellung und Nutzungsdauer muss ein Plastikbaum laut Studien etwa zehn bis 20 Jahre verwendet werden, um beim Klima gegenüber jährlich gekauften echten Bäumen besser abzuschneiden. Die energieintensive Produktion aus Erdöl und lange Transportwege – häufig aus Asien – belasten die Ökobilanz.

Regional schlägt künstlich

Ein regionaler Christbaum aus nachhaltiger Forstwirtschaft oder zertifiziertem Bio-Anbau punktet dagegen mit kurzen Transportwegen. Während des Wachstums bindet der Baum CO₂. Nach Weihnachten kann er biologisch abgebaut oder geschreddert werden.

Kunstbäume aus PVC oder Polyethylen sind hingegen nicht biologisch abbaubar und können bei der Entsorgung Probleme verursachen. Wer sich für einen echten Baum entscheidet, kann also nicht nur auf die Herkunft achten, sondern auch auf eine möglichst umweltschonende Entsorgung.

red, 13.10.2026, 07:35
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