eGovernment-Bewerb

Pröll jubelt: Verwaltungs-KI räumt ersten Platz ab

Österreich holt mit Verwaltungs-KI Platz eins beim eGovernment-Wettbewerb. GovGPT und ida sind im Einsatz, weitere KI-Anwendungen sollen folgen.
Heute Politik
03.09.2026, 16:30
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Künstliche Intelligenz in Österreichs Verwaltung sorgt international für Anerkennung. Beim 25. eGovernment-Wettbewerb in Berlin holten Bundeskanzleramt und Bundesrechenzentrum (BRZ) mit ihrer Public-AI-Initiative den ersten Platz in der Kategorie "Digitalisierungsschub durch KI und moderne Infrastruktur".

Im Zentrum steht LLMaaS ("Large Language Model as a Service"). Dabei handelt es sich um eine vom BRZ bereitgestellte KI-Infrastruktur, über die Behörden Sprachmodelle unter anderem zum Verstehen, Zusammenfassen und Erstellen von Texten einsetzen können.

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Digitalisierungsstaatssekretär Alexander Pröll (ÖVP) sieht die Auszeichnung als Bestätigung des eingeschlagenen Weges. "Wir wollen nicht bei einzelnen Pilotprojekten stehen bleiben, sondern sichere und souveräne KI-Lösungen als gemeinsame Infrastruktur für die Verwaltung verfügbar machen. Mit GovGPT und ida sind erste Anwendungen bereits im Einsatz, mit KI im elektronischen Akt folgt der nächste konkrete Schritt", so Pröll.

Und weiter: "So nutzen wir KI dort, wo sie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter entlastet, Abläufe beschleunigt und bessere Services für Bürgerinnen und Bürger sowie Unternehmen ermöglicht. Das ist Digitalisierung mit Mehrwert."

Digitalstaatssekretär Alexander Pröll (ÖVP): "Mit GovGPT und ida sind erste Anwendungen bereits im Einsatz, mit KI im elektronischen Akt folgt der nächste konkrete Schritt."
BKA Dunker

Alle 13 Bundesressorts dabei

Die Public-AI-Initiative wurde Anfang 2026 gestartet. Beteiligt sind alle 13 Bundesressorts. Auch mit den Bundesländern, weiteren Gebietskörperschaften und den obersten Organen soll koordiniert vorgegangen werden.

Die Idee dahinter: Erfahrungen und KI-Lösungen sollen nicht nur einzelnen Behörden zur Verfügung stehen. Geeignete Anwendungen und gemeinsame Services sollen möglichst breit in der öffentlichen Verwaltung eingesetzt werden können.

Die technische Grundlage dafür liefert LLMaaS des Bundesrechenzentrums. Damit sollen Large Language Models sicher und souverän für Anwendungen der Verwaltung bereitgestellt werden.

"Mit dem BRZ-LLMaaS schaffen wir einen sicheren und souveränen Zugang zu Künstlicher Intelligenz für die öffentliche Verwaltung. Die Auszeichnung bestätigt unseren Anspruch, technologische Innovation mit Verantwortung zu verbinden und damit einen nachhaltigen Beitrag zur digitalen Souveränität Österreichs zu leisten", so Roland Ledinger, Geschäftsführer BRZ.

GovGPT bereits im Einsatz

Erste KI-Anwendungen werden bereits verwendet. GovGPT soll Verwaltungsmitarbeiter bei der täglichen Arbeit unterstützen, etwa beim Erstellen und Zusammenfassen von Texten oder bei der Arbeit mit Wissensquellen. Mit ida gibt es zudem eine KI-gestützte Unterstützung für Nutzer der ID Austria.

Als nächster Schritt soll Künstliche Intelligenz in den elektronischen Akt integriert werden. Damit zieht die Technologie in einen zentralen Arbeitsprozess der Bundesverwaltung ein. Weitere gemeinsame Anwendungen und KI-Services sollen danach schrittweise folgen.

Parallel dazu sollen Mitarbeiter mit Informations- und Kompetenzmaßnahmen auf den Einsatz der Technologie vorbereitet werden.

Pröll: "KI ist kein Selbstzweck"

Für Pröll soll der Einsatz von Künstlicher Intelligenz vor allem einen konkreten Nutzen im Verwaltungsalltag bringen: "KI ist kein Selbstzweck. Entscheidend ist, ob sie den Arbeitsalltag erleichtert und für die Menschen einen konkreten Nutzen schafft. Unser Ziel ist eine Verwaltung, die einfacher, schneller und vorausschauender funktioniert. Das ist unser Anspruch an ein Next Generation Government."

Bereits dritte Auszeichnung in Folge

Für Österreich ist es nicht der erste Erfolg beim eGovernment-Wettbewerb. 2024 erreichte die Digitale Kompetenzoffensive den ersten Platz, 2025 landete die ID Austria App auf Rang zwei.

Der von BearingPoint und Cisco veranstaltete Wettbewerb findet 2026 zum 25. Mal statt. Ausgezeichnet werden Digitalisierungsprojekte des öffentlichen Sektors aus Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Eine unabhängige Fachjury aus Wissenschaft, Wirtschaft und Medien bewertet die Projekte unter anderem nach ihrem Innovationsgrad, ihrem Nutzen, ihrer Übertragbarkeit und ihrer gesellschaftlichen Relevanz.

{title && {title} } pol, {title && {title} } 03.09.2026, 16:30