Aufregung um Karin Kneissl: Die 2017 von der FPÖ nominierte Außenministerin lebt mittlerweile in Russland und sorgt von dort aus des Öfteren für Schlagzeilen – so auch am Donnerstag.
Aus einem Brief, den die Ex-Politikerin im Jahr 2024 an den Chef der russischen Präsidialverwaltung, Anton Wajno, richtete, geht hervor, dass der Kreml wohl stark in ihren Umzug nach Russland involviert war – "Heute" berichtete.
In dem Schreiben, das dem Monatsmagazin "DATUM" vorliegt, bedankte sich Kneissl dafür, dass man sie und ihre Tiere "wie enge Verwandte aufgenommen" habe. Demnach habe Russland sie und ihre Ponys im Herbst 2023 mit einem Militärflugzeug von einem Luftwaffenstützpunkt in Syrien aus eingeflogen.
In der österreichischen Politiklandschaft sorgt der Kneissl-Leak jedenfalls für Aufregung. So holte SPÖ-Bundesgeschäftsführer Klaus Seltenheim zum Schlag gegen die FPÖ aus. Er bezeichnete Kneissls Dankesbrief als "politisches Sittenbild der FPÖ".
Demnach würde die Ex-Ministerin für die "Putin-Hörigkeit" der Freiheitlichen stehen. "Dass nach dem 'Knicks der Schande' jetzt auch noch ein 'Brief der Schande' Kneissls aus 2024 bekannt wird, ist kein Einzelfall", betonte Seltenheim.
Der Sozialdemokrat sehe einen weiteren Beweis dafür, dass die FPÖ eng mit Russlands Machthaber Wladimir Putin verbunden sei. Dies habe die "Kickl-Partei" auch "schwarz auf weiß mit ihrem Freundschaftsvertrag mit der Putin-Partei besiegelt".
Abermals sagte Seltenheim, dass die FPÖ und deren Parteichef Herbert Kickl auf der falschen Seite stehen würden. Ihm zufolge würden sie "Kriegstreiber wie Putin und Trump" anbeten, die "die Welt in Krisen stürzen" und "die Weltwirtschaft aufs Spiel setzen".
Zudem sei es "ein Skandal", dass die von der FPÖ nominierte Ex-Außenministerin von "Putins Machtapparat 'wie eine Verwandte aufgenommen'" wurde, "während Russland einen Angriffskrieg gegen die Ukraine führt". Dieser Aspekt schade dem Ansehen Österreich, meinte der Sozialdemokrat. Zudem sei es "vielsagend", dass Kickl zu der Causa schweigen würde.