Brutaler Überfall in Gloggnitz (Bezirk Neunkirchen): Zwei maskierte Männer klopften am 27. September gegen 21 Uhr an die Haustür eines 64-Jährigen. Als der Bewohner öffnete, wurde er von einem der Täter sofort gewaltsam zu Boden gedrückt. Sein Komplize stürmte ins Haus und bedrohte einen Freund des Opfers mit einem Stanley-Messer.
Die Täter hatten es offenbar auf die Wertsachen des Mannes abgesehen. Einer der Räuber nahm dem 64-Jährigen den Tresorschlüssel ab. Aus dem Safe ließen die Maskierten Bargeld, Goldmünzen, Schmuck und teure Armbanduhren mitgehen. Danach flüchteten sie in unbekannte Richtung.
Der 64-Jährige blieb bei dem Überfall zwar unverletzt, erlitt aber einen schweren Schock. Erst am nächsten Tag, dem 28. September, erstattete er Anzeige bei der Polizei. Die Kripo nahm daraufhin die Ermittlungen auf.
Schon bald geriet ein 23-Jähriger aus Wiener Neustadt ins Visier der Ermittler. Am 14. Oktober klickten für ihn die Handschellen. Bei seiner Einvernahme legte er ein Geständnis ab.
Doch damit war der Fall noch nicht abgeschlossen. Die Kriminalisten forschten einen zweiten mutmaßlichen Räuber aus, einen 26-jährigen Rumänen. Außerdem stießen sie auf einen weiteren 23-Jährigen aus dem Bezirk Neunkirchen.
Besonders brisant: Der junge Mann kannte das Opfer persönlich und soll die beiden Räuber mit konkreten Informationen über den 64-Jährigen versorgt haben. Laut Polizei war er auch in die Planung des Überfalls eingeweiht. Am 20. Oktober schlugen die Ermittler erneut zu. Die beiden Verdächtigen wurden in Ternitz festgenommen. Bei einer Hausdurchsuchung stellten die Polizisten auch Teile der Beute sicher, darunter eine Silbermünze und eine goldene Armbanduhr.
Auch die beiden zuletzt Festgenommenen zeigten sich bei ihren Einvernahmen umfassend geständig. Alle drei Beschuldigten sitzen mittlerweile in der Justizanstalt Wiener Neustadt in Untersuchungshaft.
Für die Ermittler ist der spektakuläre Wohnhausraub damit geklärt. Ein Teil der gestohlenen Wertsachen konnte sichergestellt werden.