Schmuck, Goldmünzen und Bargeld im Wert von mindestens 50.000 Euro: Zwei mutmaßliche Serieneinbrecher sollen in Niederösterreich über mehrere Tage hinweg ihr Unwesen getrieben haben. Am Dienstagabend, 13. Oktober, klickten schließlich die Handschellen.
Die beiden serbischen Staatsbürger im Alter von 47 und 48 Jahren waren der Polizei bereits auf der Spur. Ermittler hatten das mutmaßliche Fluchtfahrzeug sowie eine Wohnung in Wien-Donaustadt ausgeforscht. Dort waren die Männer allerdings nicht offiziell gemeldet.
Am Dienstag gegen 19.30 Uhr schlugen die Verdächtigen laut Polizei erneut zu. Ihr Ziel war ein Wohnhaus in Loosdorf im Bezirk Melk. Als sie versuchten, einen Tresor gewaltsam zu öffnen, lösten sie einen Alarm aus.
Die beiden Männer ergriffen daraufhin die Flucht. Weit kamen sie allerdings nicht: Im Bereich der S33 auf Höhe St. Pölten stoppten Polizisten das Duo und nahmen die Verdächtigen fest. Bei einer anschließenden Hausdurchsuchung in der Wiener Mietwohnung entdeckten Ermittler Einbruchswerkzeug sowie einen Teil der mutmaßlichen Beute.
Nach aktuellem Ermittlungsstand werden den Männern fünf Einbrüche beziehungsweise Einbruchsversuche zwischen dem 5. und 13. Oktober zugeordnet. Tatorte waren Tulln, Oberndorf in der Ebene, Traismauer und Loosdorf.
Die Verdächtigen sollen gezielt in der Abenddämmerung durch Wohnsiedlungen gefahren sein, um geeignete Häuser auszuspähen. Anschließend brachen sie Fenster oder Terrassentüren auf und stahlen Wertgegenstände. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft St. Pölten wurden beide Männer in die Justizanstalt St. Pölten eingeliefert.
Gerade in der dunklen Jahreszeit warnt die Polizei vor Dämmerungseinbrüchen. Fenster und Türen sollten auch bei kurzer Abwesenheit immer vollständig verschlossen werden. Zeitschaltuhren für Lampen können außerdem den Eindruck erwecken, dass jemand zu Hause ist.
Auch aufmerksame Nachbarn können Einbrecher abschrecken. Wer länger verreist, sollte zudem seinen Briefkasten regelmäßig leeren lassen.