"Soll Luxusreisen beenden"

"Reise-Kaiser" Babler wegen 50.000 Euro unter Druck

Die Debatte um Bablers Dienstreisen geht weiter. Die FPÖ verlangt detaillierte Auskünfte und wirft dem Vizekanzler Auskunftsverweigerung vor.
Newsdesk Heute
20.07.2026, 21:59
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Die Debatte über die Dienstreisen von SPÖ-Vizekanzler Andreas Babler reißt nicht ab. Nachdem bekannt wurde, dass sein Ressort im ersten Quartal 2026 mehr als 50.000 Euro für Reisen ausgegeben hat, verschärft die FPÖ nun ihren Ton. Generalsekretär Michael Schnedlitz wirft Babler vor, wesentliche Informationen über seine Reisen zurückzuhalten und fordert eine vollständige Offenlegung der Kosten.

Auslöser der neuerlichen Kritik ist eine parlamentarische Anfrage der Freiheitlichen. Laut der Beantwortung beliefen sich die Reisekosten des Ressorts von Babler in den ersten drei Monaten des Jahres 2026 auf mehr als 50.000 Euro. Den größten Anteil daran machten Flugkosten aus, die sich auf mehr als 40.000 Euro summierten. Über diese Zahlen hatte zuletzt bereits "Heute" berichtet.

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FPÖ spricht von fehlender Transparenz

Für Schnedlitz steht nun weniger die Gesamthöhe der Ausgaben als vielmehr die aus seiner Sicht unzureichende Beantwortung der Anfrage im Mittelpunkt. Er kritisiert, dass keine detaillierte Aufstellung der einzelnen Flugreisen vorgelegt worden sei. Das Ressort habe dies mit einem unverhältnismäßig hohen Verwaltungsaufwand begründet.

Der FPÖ-Generalsekretär zeigt dafür kein Verständnis. "Die dreiste Ausrede, eine genaue Auflistung wäre zu aufwendig, ist eine Verhöhnung des Parlaments. Was hat Vizekanzler Babler zu verbergen oder kann er sich nicht erinnern, wo er sich an Laternen lehnte? Fliegt er vielleicht doch nicht immer 'Holzklasse', wie er uns weismachen will? Diese Geheimniskrämerei stinkt zum Himmel und wir werden hier sicher nicht lockerlassen!", erklärte Schnedlitz in einer Aussendung.

Kritik an hohen Ausgaben

Die Freiheitlichen verbinden ihre Kritik an den Reisekosten auch mit der aktuellen wirtschaftlichen Lage vieler Menschen. Schnedlitz verweist darauf, dass zahlreiche Familien unter den gestiegenen Lebenshaltungskosten leiden würden und sich ihren Urlaub genau überlegen müssten. "Während die Österreicher jeden Cent zweimal umdrehen müssen, verprasst Vizekanzler Babler zehntausende Euro an Steuergeld für seine Weltreisen. Das ist eine an Zynismus und Arroganz kaum zu überbietende Politik der abgehobenen System-Elite!", so der FPÖ-Politiker.

Nach Ansicht der FPÖ müssten sämtliche Reiseziele, Reisegründe und die jeweiligen Kosten nachvollziehbar offengelegt werden. Schnedlitz argumentiert, dass Bürger gegenüber Behörden ebenfalls detaillierte Angaben zu ihren finanziellen Angelegenheiten machen müssten. "Während sich jeder Bürger auf den Euro genau gegenüber dem Finanzamt im Zuge seines Steuerausgleichs rechtfertigen und verantworten muss, verweigere Babler in seiner Beantwortung meiner parlamentarischen Anfrage die Gründe und Ziele seiner ungezügelten Reiselust", erklärte der Freiheitliche.

FPÖ erhöht den politischen Druck

Mit der neuerlichen Aussendung erhöht die FPÖ den Druck auf den SPÖ-Vizekanzler. Die Freiheitlichen kündigen an, in der Causa nicht nachzulassen und weitere Aufklärung einzufordern. "Diese unfassbare Verschwendungssucht muss ein sofortiges Ende haben. Wir fordern Vizekanzler Babler auf, endlich alle Fakten auf den Tisch zu legen und seine Luxusreisen zu beenden. Wenn Babler dazu nicht in der Lage ist, alle Kosten zu erklären, ist er schlichtweg falsch in seinem Amt und wir raten ihm, so wie schon mancher seiner Genossen, zum Rücktritt", erklärte Schnedlitz.

Zum Abschluss erneuerte der FPÖ-Generalsekretär auch seine grundsätzliche Kritik an der Bundesregierung. "Als Freiheitliche sind wir die einzige Kraft, die dieser Verlierer-Koalition genau auf die Finger schaut und die Interessen der Österreicher verteidigt. Das Geld gehört unseren Bürgern, nicht den Reise-Kaisern in der Regierung!", so Schnedlitz.

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